Vier Kölner Mutmacher nach der zweiten Saisonpleite

Köln – Gegen Vizemeister Dortmund konnte der 1. FC Köln gut mithalten, verlor das Spiel (1:3) aber wie zuvor schon den Auftakt in Wolfsburg (1:2). Vier Punkte geben allerdings Anlass zur Hoffnung.

Das Auftaktprogramm

Auch wenn die Bilanz mit null Punkten und 2:5 Toren auf den ersten Blick trostlos scheint, so müssen die Ergebnisse realistisch eingeordnet werden. Mit Wolfsburg und insbesondere Dortmund traf Aufsteiger Köln auf zwei Teams mit internationalen Ansprüchen und deutlich höherer individueller Qualität.

Auch die nächsten Spiele werden nicht einfacher. Während in Freiburg durchaus etwas drin sein könnte, warten danach Mönchengladbach und Bayern. Eine erste Zwischenbilanz will FC-Coach Beierlorzer vernünftigerweise erst nach dem 10. Spieltag ziehen. Zuvor stehen die wegweisenden Duelle mit Paderborn, Mainz und Düsseldorf an.

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Die Rückkehr des Jhon Cordoba

Wie wichtig Sturmtank Jhon Cordoba (26) für das Kölner Spiel ist, zeigte sich von Beginn an. Der Kolumbianer war stets anspielbar, sicherte viele Bälle und suchte wie gewohnt die Zweikämpfe. Durch ihn erhielt das Kölner Offensivspiel deutlich mehr Durchschlagskraft.

Leider musste Cordoba den Platz nach 55 Minuten angeschlagen verlassen. Sein Ausfall würde den FC hart treffen.

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Angriff ist die beste Verteidigung

Das Spielsystem des FC-Trainers Achim Beierlorzer sieht eine offensive Verteidigung seines Teams vor. Der Gegner wird früh attackiert, die Räume werden eng gemacht. Ziel sind Ballgewinne, nach denen schnell umgeschaltet werden soll. Das funktionierte auch gegen den BVB recht gut, zumindest solange die Kraft reichte. Der Spielstil riss die Fans mit.

Köln zeigte im Kollektiv eine disziplinierte Abwehrleistung und erspielte sich auch eigene Chancen. In der zweiten Halbzeit geriet der FC defensiv dann mehr unter Druck, offensive Entlastung wurde ohne Cordoba zur Ausnahme.

Nach 90 Minuten standen 26 % Ballbesitz und eine fast ausgeglichene Zweikampfquote (47 %). Dennoch wäre wie schon gegen Wolfsburg ein Punktgewinn möglich gewesen.

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Überzeugende Neuzugänge

Mit Ellyes Skhiri (24) und Sebastiaan Bornauw (20) standen zwei Neuzugänge erstmals in der Startelf und rechtfertigten das Vertrauen des Trainers. Im defensiven Mittelfeld ließ Skhiri im Verbund mit Verstraete wenig anbrennen und zeigte sich stark im Zweikampf. Auch Innenverteidiger Bornauw zeigte, dass er die Kölner Abwehr verstärken kann und rettete einige Male in höchster Not.

Insgesamt standen gegen Dortmund fünf Neuzugänge auf dem Platz. Während Kingsley Ehizibue (24) bis auf eine Ausnahme beim 1:2 erneut überzeugen konnte, präsentierten sich Birger Verstraete (25) und Kingsley Schindler (26) verbessert im Vergleich zum Auftakt.

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