Shala wird tragischer Held beim Last-Minute-Sieg des RWE

Erfurt - Mit einem Treffer in der Nachspielzeit schoss Andis Shala den FC Rot-Weiß Erfurt ins Glück und erzielte das entscheidende 2:1 gegen den ZFC Meuselwitz. Tragisch nur, dass er für seinen Jubel die zweite Gelbe Karte sah und umgehend vom Platz flog.

Siegtorschütze Andis Shala mit einem Kopfballversuch, der noch nicht ins Tor ging.
Siegtorschütze Andis Shala mit einem Kopfballversuch, der noch nicht ins Tor ging.  © Matthias Gränzdörfer

Mit zuletzt sechs Spielen ohne Niederlage konnten die Erfurter mit einer breiten Brust in das Spiel gehen. Dies tat die Elf von Thomas Brdaric auch und nahm von Beginn an das Zepter in die Hand.

Das erste Ausrufezeichen vor 3216 Zuschauern im Steigerwaldstadion setzte Andis Shala (6.) nach einer Ecke von Rico Gladrow. Doch der Ball ging haarscharf am rechten Pfosten vorbei.

Doch auch in der Folge machten es die Erfurter gut. Stichelten in der Offensive und verteidigten hinten konsequent.

Erst nach 15 Minuten fanden die Gäste langsam in das Spiel und machten es nun dem RWE schwerer Chancen zu erspielen.

Rintaro Yajima (29.) sorgte für die erste Chance des ZFC, doch scheiterte am stark parierenden Lukas Cichos.

Danach passierte in der ersten Halbzeit jedoch nicht mehr viel und mit einem 0:0 ging es in die Halbzeitpause.

RWE-Coach Thomas Brdaric freut sich über die drei Punkte.
RWE-Coach Thomas Brdaric freut sich über die drei Punkte.  © Matthias Gränzdörfer

Wie bereits in der ersten Halbzeit kamen auch die Erfurter wieder besser in die Partie. Mit nur einem Unterschied: Dieses Mal trafen die Gastgeber das Tor.

Nach einer schönen Flanke von Lukas Novy, kam Velimir Jovanovic (51.) frei zum Kopfball und erzielte seinen achten Saisontreffer. Nicht unverdient die Führung zu dem Zeitpunkt.

Denn auch in der Folge machte es RWE stark und verteidigte konsequent gegen einen ideenlosen ZFC.

Um so überraschender, als der Ball plötzlich im Erfurter Tor lag. Nach einer langen Flanke segelt Keeper Cichos am Ball vorbei und der Meuselwitzer Andy Trübenbach bedankte sich und köpfte zum 1:1 ein.

Sollte es etwa das vierte Unentschieden in Folge für die Erfurter geben?

Nein! Denn in der Nachspielzeit schoss Shala (91.) RWE ins Glück und erzielte per Flachschuss das goldene Tor zum 2:1-Sieg.

Dumm nur, dass Shala daraufhin mit Gelb-Rot vom Platz musste. Der tragische Held des Tages zog nämlich beim Torjubel sein Trikot aus, wofür er die zweite gelbe Karte in diesem Spiel sah und folgerichtig vom Platz musste.

Zu seinem Glück passierte jedoch nichts mehr und Erfurt bleibt somit auch im siebten Spiel in Folge ungeschlagen und steht mit nun 20 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz.


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