Rote Karte für Nübel! Gladbach siegt auf Schalke und ist erster BVB-Verfolger

Gelsenkirchen - Borussia Mönchengladbachs Siegesserie hält an! Auch beim schweren Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 gewannen die "Fohlen" und siegten verdient mit 2:0. Damit überholten sie in der Tabelle auch den FC Bayern München und rücken an Borussia Dortmund bis auf sieben Punkte heran.

Viel Kampf: Schalkes Sebastian Rudy (l.) und Gladbachs Alassane Plea im Duell. Jonas Hofmann (Mitte-hinten) und Tobias Strobl (r.) schauen zu.
Viel Kampf: Schalkes Sebastian Rudy (l.) und Gladbachs Alassane Plea im Duell. Jonas Hofmann (Mitte-hinten) und Tobias Strobl (r.) schauen zu.  © DPA

Die Tore in der VELTINS-Arena erzielten Gladbachs Christoph Kramer in der 85. Minute zum 1:0 für seine Borussia, ehe Florian Neuhaus (90+1.) in der Nachspielzeit zum 2:0-Endstand traf.

Schalkes Trainer Domenico Tedesco musste verletzungsbedingt dreimal tauschen. Für Alessandro Schöpf, Benjamin Stambouli und Steven Skrzybski rückten Weston McKennie, Suat Serdar und Nabil Bentaleb in die erste Elf.

Gladbachs Coach Dieter Hecking wechselte seine Startformation auf zwei Postionen aus. Für Florian Neuhaus und Ibrahima Traoré spielten Denis Zakaria und der wiedergenesene Thorgan Hazard von Beginn an.

Die Partie ging gut los, beide Teams suchten ihr Heil in der Offensive. Die erste Großchance gab es dennoch erst in der 14. Minute, als Gladbachs Kapitän Lars Stindl mit seinem Distanzschuss aus halblinker Position nur die Latte des Schalker Tores traf.

Kurz darauf verhinderte S04-Verteidiger Salif Sané mit einer herausragenden Grätsche die Borussen-Führung, als Zakaria nach Stindl-Pass frei vor Alexander Nübel auftauchte, abschloss - und nur dank Sanés Rettungstat am Torerfolg gehindert wurde.

Bekam nach einer klaren Notbremse die Rote Karte: Schalkes Keeper Alexander Nübel (r.).
Bekam nach einer klaren Notbremse die Rote Karte: Schalkes Keeper Alexander Nübel (r.).  © DPA

Die "Knappen" selbst trugen zwar einige gute Angriffe vor, kamen aber zu keiner richtigen Abschlussaktion, die Gladbachs Keeper Yann Sommer in Bedrängnis gebracht hätte.

So plätscherte die Begegnung nach der interessanten Anfangsphase mit zunehmender Dauer einschläfernd vor sich hin und hatte extreme Längen. Das war bei dem spielerischen Potenzial beider Mannschaften nicht zu erwarten gewesen.

Den nächsten Aufreger gab es daher erst in der 39. Minute: Daniel Caligiuri hob einen Freistoß stark über die Mauer, traf das Tor, die Musik setzte ein - dabei hatte Schalkes Kapitän lediglich das Außennetz getroffen!

So ging es in einem durchwachsenen Bundesliga-Match torlos in die Kabinen. Im zweiten Durchgang wurde in der 59. Minute erstmals heftig diskutiert!

Nübel kam zu spät gegen den heranstürmenden Hazard und traf diesen klar, weshalb Schiedsrichter Marco Fritz die Rote Karte zückte, womit die S04-Spieler aber nicht einverstanden waren. Doch die Entscheidung hatte Bestand, weshalb Ralf Fährmann zu einem unverhofften Comeback kam.

Die Gladbacher Thorgan Hazard (r.), Torschütze Christoph Kramer (Zweiter von rechts) und Oscar Wendt bejubeln das späte 1:0 für die Borussia.
Die Gladbacher Thorgan Hazard (r.), Torschütze Christoph Kramer (Zweiter von rechts) und Oscar Wendt bejubeln das späte 1:0 für die Borussia.  © DPA

Und der frühere Kapitän seines nun sehr defensiv agierenden Teams stand bald im Mittelpunkt und parierte klasse gegen Hazards Freistoß (73.).

Zwölf Minuten später war er jedoch geschlagen. Der eingewechselte Weltmeister von 2014, Christoph Kramer, zog nach Hazard-Vorlage per Dropkick ab, traf mit seinem Distanzhammer Mitspieler Florian Neuhaus, der den Ball ins Tor abfälschte - Gladbach führte 1:0 (85.)!

In der Nachspielzeit erhöhte Neuhaus selbst auf 2:0 für seine Borussia, obwohl er beim Schuss ausrutschte. Aber genau deshalb war der Ball für Fährmann nicht zu berechnen und das Spiel entschieden.

Schalke trifft nun im DFB-Pokal-Achtelfinale am Mittwoch (20.45 Uhr) auf Fortuna Düsseldorf, ehe die "Knappen" am Samstagabend (18.30 Uhr) beim FC Bayern München antreten müssen. Gladbach empfängt am kommenden Samstag (15.30 Uhr) Hertha BSC.

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