Was für ein Auf und Ab: Wolfsburg triumphiert über Schalke!

Wolfsburg - Was für ein Comeback! Der VfL Wolfsburg hat am 1. Spieltag der 1. Bundesliga dank eines Last-Minute-Tores mit 2:1 (1:0) gegen den FC Schalke 04 gewonnen.

John Anthony Brooks (l.) erzielt die Führung für den VfL Wolfsburg. Seine Mannschaftskameraden und die Fans feiern den gebürtigen Berliner.
John Anthony Brooks (l.) erzielt die Führung für den VfL Wolfsburg. Seine Mannschaftskameraden und die Fans feiern den gebürtigen Berliner.  © DPA

Die Tore in der Volkswagen Arena erzielten John Anthony Brooks (33. Minute) und Daniel Ginczek (90.+4) für den VfL und Nabil Bentaleb (85.) für Schalke.

Die "Wölfe" dominierten die Partie von Beginn an und hatten auch die erste echte Tormöglichkeit - dem chancenarmen Verlauf entsprechend nach einem Freistoß. Wolfsburgs William zwirbelte den Ball über die Mauer, doch Schalkes Keeper Ralf Fährmann wehrte die Kugel mit einer schönen Flugparade zur Ecke ab (21.).

Ansonsten fand das Match hauptsächlich zwischen den Strafräumen statt.

Überraschend war, das Schalke in der sonst so sattelfesten Defensive einige Schwächen zeigte. Salif Sané spielte einige schlampige Fehlpässe und auch Matija Nastasic fiel mit einigen Nachlässigkeiten im Zweikampfverhalten auf.

So fiel die Wolfsburger Führung, als die "Knappen"-Verteidiger wieder einmal pennten.

Nach einer Ecke des ehemaligen Dresdner Jugendspielers Maximilian Arnold durfte Brooks völlig ungedeckt einlaufen und kam aus fünf Metern sträflich frei an die Kugel und köpfte diese problemlos aus fünf Metern ins Tor ein - 1:0 für die Gastgeber (33.).

Wolfsburgs Wout Weghorst (Mitte) verzieht seinen Schuss. Schalkes Innenverteidiger Naldo (r.) und der später mit einem Platzverweis vom Feld geschickte Matija Nastasic (l.) können nicht mehr eingreifen.
Wolfsburgs Wout Weghorst (Mitte) verzieht seinen Schuss. Schalkes Innenverteidiger Naldo (r.) und der später mit einem Platzverweis vom Feld geschickte Matija Nastasic (l.) können nicht mehr eingreifen.  © DPA

Kurz darauf hatte Schalke endlich seine erste Chance durch einen Kopfball von Mark Uth, den VfL-Schlussmann Koen Casteels aber problemlos festhielt (35.).

Davon abgesehen hatte Wolfsburg die Zügel fest in der Hand und dominierte Schalke auch spielerisch überraschend deutlich. Dazu ließen die Hausherren auch in der Defensive nichts zu, weshalb die Halbzeitführung verdient war.

Auch nach der Pause machte der VfL weiter Druck und hatte durch Wout Weghorst (49.), Renato Steffen (56.) und Brooks (79.) einige Chancen.

Schalke fand auch weiterhin nur wenig Zugriff auf das Spiel und konnte die mitunter starken Kombinationen der "Wölfe" nicht unterbinden.

Doch oft fehlte dem VfL dann die nötige Präzision beim letzten Pass, um eine gute Offensivaktion abzuschließen.

Dann kam der Videobeweis erstmals in dieser Partie zum Einsatz. Nastasic war mit gestrecktem Bein in Weghorst reingerauscht. Erst hatte es nur Gelb gegeben - nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten zog Schiedsrichter Patrick Ittrich die Rote Karte gegen Schalkes Innenverteidiger (66.).

Auch bei dieser Aktion griff der Video-Schiedsrichter ein.
Auch bei dieser Aktion griff der Video-Schiedsrichter ein.  © DPA

Nur Sekunden später gab es eine Rudelbildung. Guido Burgstaller schubste Weghorst zur Seite, der sich mit einem Tackling rächte - und sofort des Feldes verwiesen wurde!

Bis der Videobeweis erneut zum Einsatz kam! Nach Ansicht der Bilder gab Ittrich Weghorst nun nur Gelb, der Niederländer durfte also weiterspielen.

Schalke kam in Unterzahl aber noch zu Chancen. Die Beste hatte der eingewechselte Breel Embolo, der nach einem klasse Pass von Uth an Casteels scheiterte. Doch S04 kam zum Ausgleich. Brooks traf bei seinem Befreiungsschlag Embolo im Gesicht - Elfmeter.

Der ebenfalls eingewechselte Bentaleb trat an - und verwandelte sicher in die Mitte zum 1:1-Ausgleich für Schalke (85.).

Dann scheiterte der neu ins Spiel gekommene Cedric Teuchert an Casteels (90.+2), was sich rächen sollte.

Denn Wolfsburg erzielte in der vierten Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer. Erst scheiterte der eingewechselte Yannick Gerhardt an Fährmann, doch den Nachschuss drückte der ebenfalls neu ins Spiel gekommene Ginczek zum 2:1 für den VfL über die Linie und bescherte seinem Team damit den Sieg.


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