Nach Tod von Rudi Assauer: So emotional verabschiedet sich Sophia Thomalla von ihrem Ziehvater

Berlin/Herten - Am Mittwoch starb ein Mensch, der den deutschen Fußball maßgeblich prägte. Mit dem Tod von Rudi Assauer geht nicht nur der langjährige Schalke-Manager, sondern auch ein Mensch, der für Sophia Thomalla wie ein Vater war.

Rudi Assauer und sein größter sportlicher Triumph: Schalke 04 holte 1997 sensationell den UEFA-Cup im Endspiel gegen Inter Mailand. (Bildmontage)
Rudi Assauer und sein größter sportlicher Triumph: Schalke 04 holte 1997 sensationell den UEFA-Cup im Endspiel gegen Inter Mailand. (Bildmontage)  © Instagram Screenshot simone thomalla, sophia thoma

"Es schien mir gestern nicht richtig, nachdem ich die Nachricht erhalten hatte, sofort auf Instagram etwas hochzuladen, was nur annähernd erklärt und zeigt, wie es einem geht", schreibt die lesbar nachdenkliche Sophia Thomalla (29) nach dem Tod von Rudi Assauer auf Instagram.

Die Bundesliga-Legende war knapp neun Jahre mit Sophias Mutter, Simone Thomalla (53), liiert und litt kurz vor seinem Abschied an Demenz.

In einem höchst emotionalen Instagram-Post verabschiedet sich die Stief-Tochter des gebürtigen Sulzbachers.

Für die zahlreichen Fußball-Fans war er ein qualmender Manager, der einen Gelsenkirchener Fußballklub fast zur Meisterschaft führte.

Sophia sieht abseits der sportlichen Geschichten die schönen gemeinsamen Zeiten der Familie: "Alle schreiben er war der große Macher, die Schalke-Legende, Macho und gute Seele, aber was man über den Mann schreibt, mit dem man 10 Jahre Ostern, Weihnachten, Urlaube verbracht hat, einen zu Schule gefahren hat, der das Büro vom Schuldirektor absichtlich zugequarzt hat, nachdem man ihm erzählte, ich habe einige Schulstunden geschwänzt und was bitte aus mir werden solle, gestaltet sich für mich dann doch ziemlich schwierig."

Vor allem ein Tag wird Sophia nie vergessen, den Rudi Assauer wahrscheinlich auch noch im Himmel verfluchen wird: "Mit dem man zusammen geheult hat, als 2001 Schalke die Meisterschaft verloren hat. Übrigens bis heute einer der schlimmsten Tage meines Lebens."

Mutter und Tochter: Sophia (l.) und Simone Thomalla (r.) müssen von ihrem Rudi Abschied nehmen.
Mutter und Tochter: Sophia (l.) und Simone Thomalla (r.) müssen von ihrem Rudi Abschied nehmen.  © Instagram screenshot simone thomalla

Neben der Trauer löst der Tod auch gewisse Selbstkritik in Sophia aus: "Ich weiß nicht was ich fühle. Trauer natürlich aber nicht nur das. Jahrelang habe ich mir eingeredet es ist die bessere Entscheidung sich nicht um den Kontakt zu bemühen. Jetzt werde ich 30 und muss rückblickend feststellen, dass ich es bereue. Ferner muss ich feststellen, dass das Leben zu kurz ist."

Schlussendlich resümiert sie emotional: "Leider war eine Beziehung zur Familie zum Schluss nicht wirklich da, heißt ich werde mich nicht verabschieden können. Im Herzen bleibt er dennoch für mich bestehen. Als Rudi, nicht als Macher."

Während ihre Mutter Simone, die mit dem ehemaligen Schalke-Manager zusammen war, die Trauer in einem kurzen Instagram-Post äußert, schreibt Sophia eine herzergreifende, hinterfragende und offene Bekundung.

Trotz der Kürze des Abschieds von Simone, dennoch passend: "Gute Reise lieber Rudi . Du warst ein ganz besonderer Mensch und du wirst fehlen ....."

Die Thomallas verlieren mit Rudi Assauer ein langjähriges Familienmitglied. (Bildmontage)
Die Thomallas verlieren mit Rudi Assauer ein langjähriges Familienmitglied. (Bildmontage)  © DPA

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