St.-Pauli-Abgänge überzeugen bei neuen Clubs - mit einer Ausnahme

Hamburg - Viele Spieler verließen im Sommer den FC St. Pauli, weil ihr Vertrag nicht verlängert wurde. Einige zog es zu Liga-Konkurrenten, andere ins Ausland. Mit einer Ausnahme konnten sich die Abgänge bei ihren neuen Vereinen durchsetzen.

Jeremy Dudziak wirft sich seit dem Sommer für den HSV in die Zweikämpfe.
Jeremy Dudziak wirft sich seit dem Sommer für den HSV in die Zweikämpfe.  © Matthias Balk/dpa

Jeremy Dudziak

Der 24-Jährige wechselte ausgerechnet zum Erzrivalen HSV. Trotz der großen Konkurrenz im Mittelfeld erhält Jeremy Dudziak von Trainer Dieter Hecking viel Spielzeit.

In sechs von neun Spielen stand er in der Startelf. Im Derby musste er allerdings auf der Bank Platz nehmen und durfte nur die letzten zehn Minuten ran.

Bei seinem neuen Verein zeigt Dudziak aber auch neue Qualitäten. Während er bei St. Pauli in 94 Ligaspielen nur vier Treffer erzielte, sind es beim HSV nach acht Partien bereits zwei Tore.

Der tunesische Nationalspieler (ein Spiel) überzeugt vor allem mit seiner flexiblen Spielweise. Mal stößt er durchs Zentrum in die Spitze, mal flitzt er die Linie entlang.

Richard Neudecker

Der 22-Jährige schloss sich nach Ablauf seines Vertrages dem niederländischen Erstligisten VVV Venlo an. Dort läuft es für Richard Neudecker deutlich besser als beim Kiezclub.

In neun Spielen konnte er zwei Treffer vorbereiten, im Pokalspiel gegen Roda Kerkrade II traf er selbst zweimal.

Während Neudecker zu Saisonbeginn zur permanent zur Startelf gehörte, fand er sich in den letzten Partien immer häufiger auf der Bank wieder. Seine Einsatzzeiten sanken.

Sami Allagui traf in dieser Saison bereits zweimal.
Sami Allagui traf in dieser Saison bereits zweimal.  © imago images / Belga

Jan-Marc Schneider

Bei St. Pauli konnte man dem gebürtigen Hamburger keine Spielgarantie mehr geben, also wechselte er zu Liga-Konkurrent Jahn Regensburg.

Nach gutem Start, bei dem er dreimal in der Startelf stand, kam er in den folgenden Partien keine einzige Minute mehr zum Einsatz. Viel hat sich bei seinem neuen Verein zu seiner Zeit am Millerntor nicht verändert.

Sami Allagui

Der Tunesier musste den FC St. Pauli verlassen und wechselte nach Belgien zu Royal Mouscron. Dort empfing ihn mit Bernd Hollerbach der schlechteste HSV-Trainer aller Zeiten und das Duo überzeugte bisher.

Sami Allagui schoss in acht Spielen zwei Tore und legte einen Treffer auf. In einigen Spielen agierte er sogar als Kapitän.

In der Tabelle liegt Mouscron auf dem achten Platz und hat Kontakt zur Tabellenspitze.

Justin Hoogma hält in dieser Saison die Defensive vom FC Utrecht dicht.
Justin Hoogma hält in dieser Saison die Defensive vom FC Utrecht dicht.  © imago images / Pro Shots

Alexander Meier

Der Fußball-Gott wollte seine Buffer noch nicht an den berühmten Nagel hängen und wechselte ans andere Ende der Welt.

Trainer Markus Babbel und die Western Sydney Wanderers empfingen Alex Meier mit offenen Armen. Im ersten Spiel gegen Central Coast gewann der ehemalige St..Pauli-Profi mit seinem neuen Klub mit 2:1 – trotz Rückstands. Meier stand direkt in der Startelf und wurde nach 58 Minuten ausgewechselt.

Justin Hoogma

St. Pauli hätte den jungen Niederländer, der in der Rückrunde überzeugte, gerne gehalten. Doch Hoffenheim entschied sich, den 21-Jährige an den FC Utrecht auszuleihen.

In seiner Heimat gehört Justin Hoogma zum Stammpersonal und absolvierte alle acht Spiele über die volle Distanz.

Titelfoto: Montage: Matthias Balk/dpa, imago images / Belga,

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