FC St. Pauli muss in Nürnberg auf zahlreiche Leistungsträger verzichten

Hamburg - Das Lazarett beim FC St. Pauli wird einfach nicht kleiner. Der Fußball-Zweitligist muss beim Auswärtsspiel am Sonntag (13.30 Uhr) erneut auf mehrere Leistungsträger verzichten.

Christian Conteh (links) und James Lawrence fallen verletzt aus.
Christian Conteh (links) und James Lawrence fallen verletzt aus.  © Montage: Friso Gentsch/dpa, Imago Images / Beautif

"Christian Conteh war die gesamte Woche über krank und wird am Sonntag fehlen. Ebenso fällt Kevin Lankford aus. James Lawrence geht es besser, ist aber keine Option", sagte Trainer Jos Luhukay.

Der Coach hat bereits Ersatz. "Für sie werden Rico Benatelli und Cenk Sahin nachrücken." Für Benatelli, der im Sommer von Dynamo Dresden ans Millerntor wechselte, ist es nach seiner Verletzung die erste Kader-Nominierung bei den Profis. Zuvor absolvierte er bereits zwei Partien in der Regionalliga für die U23-Mannschaft.

Die Hamburger sind seit fünf Spielen ungeschlagen und haben in dieser Zeit elf Punkte geholt. Allerdings wartet die Mannschaft auf den ersten Auswärtssieg.

"Meine Mannschaft hat sich in den bisherigen Auswärtsspielen nicht für ihre guten Auftritte belohnt. Wir waren in allen Spielen nah dran", sagte Luhukay. Gegen Arminia Bielefeld und Dynamo Dresden kassierten die Kiezkicker in den Schlussminuten jeweils einen Gegentreffer, der ihnen den Sieg kostete.

Beim Tabellenführer VfB Stuttgart fiel der Siegtreffer der Schwaben ebenfalls kurz vor Spielende. Damit hat St. Pauli in dieser Saison bereits fünf Punkte und eine noch bessere Platzierung verspielt.

Gegner Nürnberg bei Standards gefährlich

Trainer Jos Luhukay freut sich auf das Duell mit dem Club.
Trainer Jos Luhukay freut sich auf das Duell mit dem Club.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Dennoch fügte Luhukay hinzu: "Wir werden an unserer Spielidee und Formation nichts ändern. Wir haben unseren Plan, und den wollen wir umsetzen."

Gegner 1. FC Nürnberg hat seit fünf Spielen nicht mehr verloren und holte in diesem Zeitraum neun Punkte. Am vergangenen Montag bezwangen die Franken Hannover 96 mit 4:0.

"Nürnberg hat in Hannover ein starkes Spiel gezeigt und wird eine richtige Herausforderung für uns. Sie haben eine gute Achse im Zentrum und gleichzeitig sehr schnelle Außenspieler", sagte Luhukay.

Zudem ist der Club bei Standardsituation gefährlich. "Wir müssen uns so wehren, dass der direkte Gegenspieler nicht frei zum Kopfball kommen kann", erklärte Luhukay, der weiß, dass er nicht die größten Spieler im Kader hat.

"Leo Østigård ist nicht der größte Spieler, er ist aber der wohl beste Defensiv-Kopfballspieler in unserem Kader. Er hat eine enorme Sprungkraft und Dynamik und kompensiert damit die fehlende Größe", sagte er über den jungen Norweger.

Die Hamburger werden von 2650 Fans nach Nürnberg begleitet.

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