St.-Pauli-Knipser Diamantakos ärgert sich trotz Form seines Lebens

Hamburg - Sechs Tore in neun Spielen! Dimitrios Diamantakos ist so etwas wie die Lebensversicherung für den FC St. Pauli.

Dimitrios Diamantakos jubelt gemeinsam mit Mats Möller-Daehli und Waldemar Sobota über seinen Treffer.
Dimitrios Diamantakos jubelt gemeinsam mit Mats Möller-Daehli und Waldemar Sobota über seinen Treffer.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Am Samstag erzielte der griechische Stürmer seine Saisontreffer Nummer fünf und sechs - beide aus elf Metern.

"Für mich war klar, dass ich schieße. Ich habe mich gut gefühlt", stellte der 26-Jährige klar. Dabei habe es keine Rolle gespielt, dass Waldemar Sobota zuvor unter Woche im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt vom Punkt aus erfolgreich war.

Vor allem der erste Strafstoß hatte es in sich. Zwischen Pfiff und Ausführung vergingen sage und schreibe drei Minuten. "Mir ist nichts durch den Kopf gegangen. Ich bin ganz ruhig geblieben", erklärte Diamantakos cool, der den ersten Elfer sicher im linken Eck versenkte.

Elf Minuten später entschied er sich für die Mitte. "Der Torwart denkt da, dass ich wieder in die Ecke schieße", erklärte er den zweiten Schuss.

Für den Griechen war es nicht das erste Mal, dass er zwei Elfmeter in einem Spiel schoss. Zu seiner Karlsruher Zeit trat er bereits zweimal vom Punkt an. Gegen Greuther Fürths damaligen Keeper Balász Megyeri ging das Duell 1:1 aus, das Spiel mit 1:2 verloren.

Dass es gegen seinen alten Verein KSC nicht zum Sieg reichte, lag vor allem wieder einmal an der Schwäche bei Standardsituationen. "Wir haben wieder ein Tor nach einem Eckball bekommen. Wir sind keine große Mannschaft, aber wir müssen im Duell Mann gegen Mann aggressiver sein", forderte er von sich und seinen Mitspielern.

Diamantakos in der Form ein Mann für die Nationalmannschaft

Im Hamburger Derby setzte sich Diamantakos gegen HSV-Verteidiger Rick van Drongelen durch.
Im Hamburger Derby setzte sich Diamantakos gegen HSV-Verteidiger Rick van Drongelen durch.  © Daniel Bockwoldt/dpa

"Es darf einfach nicht passieren, dass wir nach einem 2:0-Vorsprung und überlegenem Spiel über 85 Minuten noch den Ausgleich hinnehmen müssen", ärgerte sich Diamantakos.

Dabei ließ nicht nur er Chancen liegen. "Wir machen zu wenig Tore. Wir hatten sogar die Chance, das 3:0 oder sogar 4:0 zu machen. Ich hätte zwei weitere Dinger machen können", gab der griechische Goalgetter zu.

Damit sprach Diamantakos ein großes Problem der Kiezkicker an. In zwölf Spielen trafen sie erst 16mal ins gegnerische Tor. Sechs Treffer gehen davon auf das Konto des 26-Jährigen. Selten war er besser als in dieser Saison.

Nur dreimal traf der 26-jährige Grieche in einer Spielzeit häufiger - in der vergangen Saison erzielte der Stürmer sieben Tore (in 18 Spielen), für den Karlsruher SC traf er 2014/15 achtmal (in 24 Spielen) und in Griechenlands erster Liga schoss er für den heutigen Zweitligisten GS Ergotelis 2013/14 neun Tore (in 25 Spielen).

Mit diesen Leistungen dürfte er sich auch in den Fokus des griechischen Nationaltrainers Angelos Anastasiadis spielen. Nach der verpassten EM-Qualifikation soll ein neues Team aufgebaut werden. Warum eigentlich nicht mit einem Dimitrios Diamantakos in dieser Form.

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