Pure Erleichterung! FC St. Pauli atmet nach erstem Dreier tief durch

Hamburg - Montagabend, Millerntor, Flutlicht und ein Heimsieg des FC St. Pauli - Fußballherz, was willst du mehr?! Das dachten sich nach dem ersten Saisonsieg der Kiezkicker nicht nur die Fans, sondern auch die Verantwortlichen und Spieler des Kult-Vereins.

Mats Möller-Daehli (links) und James Lawrence freuen sich nach dem Spiel über den ersten Saisonsieg.
Mats Möller-Daehli (links) und James Lawrence freuen sich nach dem Spiel über den ersten Saisonsieg.  © Christian Charisius/dpa

Die Erleichterung war allen Beteiligten nach dem 2:1-Sieg über Holstein Kiel am Millerntor anzumerken. Marvin Knoll sprach von einem "schönen Gefühl", Mats Möller-Daehli von einem "extrem wichtigen Sieg" und Kapitän Daniel Buballa war einfach nur froh, dass die Mannschaft den Sieg über die Runden gebracht hatte.

"Gott sei Dank", sagte der Kapitän erleichtert nach der Partie in den Katakomben des Millerntor-Stadions.

Der 29-Jährige wusste, dass der erste Saisonsieg ein bisschen Druck vom Kessel genommen hatte. "Wir haben schon wichtige Punkte liegen gelassen", wusste auch er und spielte dabei auf die späten Gegentore bei Arminia Bielefeld und dem VfB Stuttgart an, wodurch die Kiezkicker bereits drei Punkte liegen gelassen hatten.

Und fast wäre es am Montagabend wieder so gekommen. Nach dem Anschlusstreffer der Kieler durch Makana Baku in der 81. Minute geriet der Sieg der St. Paulianer noch einmal in Gefahr.

"Wir hätten es am Ende nicht so spannend machen müssen", erklärte Buballa. "Bis zum 2:0 hätten wir es nicht besser machen können. Das 2:1 war dann unnötig."

Trainer Luhukay gehen vorherige Spiele durch den Kopf

Trainer Jos Luhukay bedankte sich bei den Fans für die fantastische Unterstützung.
Trainer Jos Luhukay bedankte sich bei den Fans für die fantastische Unterstützung.  © Christian Charisius/dpa

Das lag allerdings weniger an den Kiezkickern, sondern viel mehr an starken Kielern. "Die waren in den letzten 25 Minuten richtig gut", urteile Möller-Daehli. Der quirlige Norweger beklagte allerdings, dass seine Mannschaft am Ende für zu wenig Entlastung gesorgt habe. "Das muss besser werden."

Grund dafür war wieder einmal die wohl mangelnde Fitness einiger Spieler. "Wir hatten vier oder fünf Spieler mit Krämpfen auf dem Platz", gestand Trainer Luhukay, der seine Mannschaft aber für den aufopferungsvollen Kampf lobte: "Wir sind an die 100-Prozent-Grenze gegangen."

Mit einer großartigen Teamleistung und dank Robin Himmelmann habe sein Team am Ende den Sieg über die Runden gebracht. Der Niederländer beklagte dennoch, dass seine Mannschaft nach dem 2:0 keine Kontrolle über das Spiel gewinnen konnte.

"Danach musst du eigentlich mehr Ruhe, Ballbesitz und Sicherheit bekommen, aber das ist alles nicht passiert", erklärte der Trainer.

Nach dem Kieler Anschlusstreffer gingen auch ihm die Spiele in Bielefeld und Stuttgart durch den Kopf. Doch diesmal hatte sein Team das glücklichere Ende.

"Daraufhin haben wir die ganze Woche gearbeitet", warf Kapitän Buballa noch einmal einen Blick zurück. "Der Trainer hat uns in einer intensiven Trainingswoche super vorbereitet." Dadurch habe die Mannschaft auch den enormen Druck, der auf ihr lastete, nicht gespürt.

"Wir hatten auch keine Angst", sagte er. Und selbst wenn, bei dieser Stimmung, die am Montagabend im Millerntor herrschte, wäre sie schnell verflogen. "Das war weltklasse und schon einmal eine kleine Derby-Stimmung." Die Richtige folgt dann in zwei Wochen, wenn der Hamburger SV anreist.

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