Deutlich bessere Leistung: FC St. Pauli zeigt Stärke, holt aber nur einen Punkt!

Hamburg - Alle Mühen vergebens! Dem FC St. Pauli gelang im Freitagsspiel der 2. Fußball-Bundesliga gegen MSV Duisburg nur ein 0:0.

Fußball-Gott Alex Meier versucht es im Strafraum der Duisburger.
Fußball-Gott Alex Meier versucht es im Strafraum der Duisburger.  © dpa/Christian Charisius

Obwohl der Tabellenvierte mit viel Druck in das Spiel gegen Duisburg ging, kam die Mannschaft nicht über ein Unentschieden im ersten Heimspiel nach dem Stadtderby-Debakel hinaus.

Nach gleich zwei 0:4 Niederlagen in Folge (HSV und Sandhausen) lasteten hohe Erwartungen auf dem FC St. Pauli. Immerhin gab es keine Niederlage im mit 29.546 Zuschauern ausverkaufen Millerntor-Stadion.

Auf drei Spieler mussten die Kiezkicker verletzungsbedingt verzichten: Jan-Philipp Kalla, Richard Neudecker und Dimitrios Diamantakos.

Der FC St. Pauli zeigte von Anfang an seine offensive Stärke. Es gab drei Chancen innerhalb weniger Minuten, doch alle endeten ohne Tor.

Ryo Miyachi spielte bereits in der ersten Minute von Rechtsaußen auf Alex Meier, doch der Ball ging knapp an dem Fußball-Gott vorbei und landete im Toraus.

In der 3. Minute legte Mats Møller Dæhli nach einem Einwurf von links auf Meier, der schoss den Ball über die Latte. Nur zwei Minuten kam Christopher Buchtmann bei einer Ecke zum Einsatz, der Ball prallte ab zurück zu ihm, Schuss, viel Verwirrung und Ballkontakt im Strafraum. Schließlich konnten die Gäste den Ball aber klären.

Nach einer Viertelstunde kam die Offensive ins Stocken. Duisburg erhöhte den Druck, kam dem St.-Pauli-Tor gefährlich nahe. Erst ab der 30. Minute konnten die Kiezkicker das anfängliche Offensivspiel wieder aufnehmen, doch mehrere Angriffe scheiterten, da freistehende Teamkollegen nicht angespielt wurden oder die Duisburger rechtzeitig dazwischen gingen.

In der 37. Minute hing der Führungstreffer zum Greifen in der Luft. Florian Carstens passte auf Meier, der versuchte es vor dem Tor mit der Hacke. Der Duisburger Keeper fing den Ball aber kurz vor der Linie.

So ging es torlos in die Halbzeitpause.

St. Paulis Ryo Miyaichi (links) wird vom Duisburger Spieler Lukas Fröde gefoult.
St. Paulis Ryo Miyaichi (links) wird vom Duisburger Spieler Lukas Fröde gefoult.  © dpa/Christian Charisius

Im zweiten Abschnitt startete St. Pauli wieder mit viel Druck auf das Tor der Zebras, zog alle Spieler in die gegnerische Hälfte. Doch deren Abwehr vereitelte den Spielaufbau immer wieder.

Wieder war es Buchtmann, der in der 65. Minute die erste gute Chance nach der Pause hatte. Er spielte einen Doppelpass auf den für Miyachi eingewechselten Waldemar Sobota, schoss an der Strafraumkante, doch der Ball wurde zur Ecke abgelenkt.

In der 85. Minute versuchte es der neun Minuten zuvor für Meier eingewechselte Jan-Marc Schneider mit einem Direktschuss aus nächster Nähe. Aber der Duisburger Keeper hielt.

Bis zum Schluss schafften die Kiezkicker kein Tor. Gegen den 17. der Tabelle tat sich St. Pauli auch im Hinspiel schwer, erst kurz vor Schluss gab es den Siegtreffer.

Einen Lichtblick gab es in der Partie: Im Gegensatz zum Stadtderby verzichteten die Fans auf den Einsatz von illegaler Pyro-Technik.

Das nächste Nord-Derby steht am Samstag, 6. April, an. Dann trifft St. Pauli auf Holstein Kiel.

Titelfoto: dpa/Christian Charisius

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