FC St. Pauli: Rico Benatelli ist trotz Debüt immer noch nicht glücklich

Hamburg - Er hat es geschafft! Rico Benatelli hat am 17. Spieltag endlich sein Debüt für den FC St. Pauli in der zweiten Fußball-Bundesliga gegeben.

Rico Benatelli geht gegen Boris Tashchy in den Zweikampf.
Rico Benatelli geht gegen Boris Tashchy in den Zweikampf.  © Axel Heimken/dpa

Beim Spiel der Kiezkicker gegen den SV Wehen Wiesbaden durfte der Neuzugang, der im Sommer von Dynamo Dresden kam, erstmals Zweitliga-Luft in dieser Saison schnuppern.

Nach 61 Minuten wurde der 27-Jährige für Christopher Buchtmann eingewechselt.

"Ich habe es sehr genossen auf dem Platz zu stehen und für diesen Verein und vor diesen Fans zu spielen", sagte Rico Benatelli strahlend nach der Partie. "Dass wir dann auch noch gewonnen haben, macht die Sache rund."

Zuvor hatte er 15 von 16 Partien von der Tribüne aus verfolgt. Nur beim 1:1-Unentschieden beim 1. FC Nürnberg stand der Neuzugang ebenfalls im Kader, schmorte aber 90 Minuten auf der Bank.

"Mein letztes Spiel in der zweiten Liga ist schon etwas länger her, deshalb habe ich ein, zwei Minuten gebracht, um reinzukommen", erklärte Benatelli die anfängliche Nervosität auf dem Rasen am Millerntor.

Da stand es noch 1:0. Kurze Zeit später aber leistete sich Mitspieler Marvin Knoll einen kapitalen Bock, durch den Wehen Wiesbadens Top-Stürmer Manuel Schäffler den Ausgleich erzielen konnte. Das Spiel drohte zu kippen, und für Benatelli zum Albtraum zu werden.

Benatelli bekommt nach Einsatz Lob von den St. Pauli-Verantwortlichen

Rico Benatelli konzentriert sich auf den Ball.
Rico Benatelli konzentriert sich auf den Ball.  © Axel Heimken/dpa

Von diesem Schock erholten sich die Kiezkicker aber und erzielten in einer spektakulären Schlussphase noch zwei Treffer. Der erste Sieg seit zweieinhalb Monaten war perfekt.

"Die Fans haben uns nach vorne gepeitscht, dann haben wir zwei Konter super umgesetzt und auch verwertet, was die letzten Wochen auch immer ein Manko. Die Stürmer haben sich belohnt", erklärte der Mittelfeldspieler.

Am späten Offensivdrang, der erstmals zu Toren des FC St. Pauli in der Schlussviertelstunde führte, hatte Benatelli großen Anteil, der bei den Verantwortlichen auch nicht verborgen blieb.

"Rico hat das gut gemacht", lautete das Urteil von Sport-Chef Andreas Bornemann. Trainer Jos Luhukay war der Meinung: "Er hat gut reingefunden und war sehr ball- und passsicher."

Diese Worte dürften bei dem 27-Jährigen runter gegangen sein, wie Öl. Schließlich fristete Benatelli bislang ein trauriges Dasein beim Kiezcub, auch wenn ihn Oberschenkel-Problem am Anfang der Saison außer Gefecht setzten.

Daher war er auch nicht wunschlos glücklich. "Startelf wäre noch schöner gewesen", sagte der Mittelfeldspieler mit einem Grinsen im Gesicht. "Aber ich nehme das heute mal so hin."

St. Pauli europaweit spitze

Mit dem Einsatz von Rico Benatelli erhöhte sich die Anzahl der eingesetzten Spieler beim FC St. Pauli in dieser Saison auf 35. Damit liegt der Kiezclub europaweit an der Spitze.

In der zweiten Liga ist St. Pauli schon lange souveräner Tabellenführer. Auf Rang zwei steht der 1. FC Nürnberg mit 27 eingesetzten Spielern.

Zum internationalen Vergleich: Champions-League-Sieger FC Liverpool hat in dieser Spielzeit, in der sie 27 Pflichtspiele absolvierte, erst 29 Spieler eingesetzt. Zumindest in dieser Kategorie ist

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