St. Paulis neuer Rechtsverteidiger: So tickt Schwedenhappen Sebastian Ohlsson

Hamburg - Hinter Sebastian Ohlsson liegen aufregende, aber auch anstrengende Tage. Bis Freitag führte er noch den schwedischen Erstligisten IFK Göteborg als Kapitän an, dann wechselte er zum FC St. Pauli in die zweite Bundesliga.

Vor seinem Wechsel zum FC St. Pauli spielte Sebastian Ohlsson für IFK Göteborg.
Vor seinem Wechsel zum FC St. Pauli spielte Sebastian Ohlsson für IFK Göteborg.  © imago images / Bildbyran

"Ich möchte den nächsten Schritt in meiner Karriere machen", erklärte der 26-Jährige. "Es war schon immer ein Traum in einer großen europäischen Liga zu spielen."

Da sein Vertrag beim schwedischen Top-Club IFK Göteborg zum Jahresende auslief, nutzte Sebastian Ohlsson in der vergangenen Woche die Gunst der Stunde und unterschrieb beim FC St. Pauli für zwei Jahre.

Er wollte seinem Verein, dem er seit seiner jüngsten Kindheit angehörte, noch eine Ablöse einbringen. "Ich wollte kein Bosman werden und alles selbst kassieren", begründete er den Zeitpunkt des Wechsels.

Damit war er der erste Spieler, den Sport-Direktor Andreas Bornemann fest verpflichtete. "Ich hoffe, das ist ein gutes Omen", sagte der offene Schwede. Dabei zog sich der Transfer über mehrere Monate hin.

Der erste Kontakt sei bereits im Mai entstanden, doch dann habe sich Ohlsson an der Hüfte verletzt. Das Interesse blieb jedoch bestehen und Ende August kam es schließlich zur Einigung.

"Nach Bekanntwerden des Interesses habe ich erst einmal gegoogelt", erzählte der 26-Jährige. Außerdem erkundigte er sich bei Freunden, die St.-Pauli-Fans sind, über den Verein. "Sie waren happy und haben gesagt, ich soll wechseln. Sie hoffen jetzt, dass sie leichter an Karten kommen", sagte Ohlsson und konnte sich ein Lachen nicht verkneifen.

Freundin sprach sich für Hamburg aus

Sebastian Ohlsson zeigte seinem Gegenspieler die Hacken.
Sebastian Ohlsson zeigte seinem Gegenspieler die Hacken.  © imago images / Bildbyran

Für sein erstes Spiel dürfte das aber eng werden, es ist ausgerechnet das Derby gegen den HSV. "Das wird ein großes und unglaubliches Spiel." Ob er schon dabei sein wird, konnte er nicht sagen. "Es ist noch zu früh. Ich werde aber alles dafür tun."

Vorgesehen ist Ohlsson für die rechte Abwehrseite. "Anfangen habe ich die Saison als Linksaußen, jetzt bin ich Rechtsverteidiger", erklärte er. "Das passt aber zu mir."

Laut seiner eigenen Einschätzung dürfen sich die Fans über einen lauffreudigen und ballsicheren Spieler freuen, der immer 100 Prozent auf dem Platz gibt.

Unterstützt wird Ohlsson derzeit von seinem Vater, der ihn ein paar Tage lang nach Hamburg begleitete.

In vier Wochen soll dann seine Freundin Emma folgen. "Es ist wichtig, sie dabei zu haben", gestand Ohlsson, der erklärte, dass seine Partnerin besser als er deutsch sprechen könne. "Sie wollte, dass ich nach Hamburg wechsele", sagte er und fing an zu lachen.

Das blieb ihm bei seinem letzten Aufenthalt vor drei oder vier Jahren verwehrt, wie er erklärte. "Wir sind mit dem Auto nach Hamburg gefahren, aber es war Sonntag und alles hatte zu", erinnerte Ohlsson sich an den Besuch.

Ab jetzt hat der 26-jährige Schwede mehr Zeit die Hansestadt genauer unter die Lupe zu nehmen, und nicht nur sonntags, wenn die Geschäfte zu haben.

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