Veerman und Gyökeres schießen St. Pauli gegen Wehen Wiesbaden zum Sieg!

Hamburg - Es geht doch! Der FC St. Pauli endlich wieder ein Spiel in der zweiten Liga gewonnen. Gegen den SV Wehen Wiesbaden siegten die Kiezkicker mit 3:1.

Freude pur! Viktor Gyökeres jubelt über seinen Treffer.
Freude pur! Viktor Gyökeres jubelt über seinen Treffer.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Vor 29.211 Zuschauern am Hamburger Millerntor brachte Viktor Gyökeres die Heimelf mit 1:0 in Führung (23. Minute), ehe Gäste-Knipser Manuel Schäffler zum 1:1 ausglich (70.). Henk Veerman zum 2:1 (86.) und erneut Gyökeres (90+1) zum 3:1 sorgten letztendlich kurz vor dem Ende für den langersehnten Dreier.

St.-Pauli-Trainer Jos Luhukay wechselte nach dem 0:1 bei Jahn Regensburg viermal. Mert Kuyucu (Bank), James Lawrence (Knieprobleme), Mats Möller-Daehli (Schlag auf Sprunggelenk und Wade) und Philipp Ziereis (Gelb-Rot-Sperre) wurden durch Sebastian Ohlsson, Christopher Buchtmann, Finn Ole Becker und Viktor Gyökeres ersetzt.

Den Zuschauern wurde schnell klar, dass das Duell zwischen dem Tabellen-15. und dem -17. kein Leckerbissen wird.

Beide Teams versuchten, Sicherheit in ihr Spiel zu bringen, was ihnen allerdings kaum gelang. Bis auf zwei Distanzschüsse von St.-Pauli-Youngster Becker (8. und 17. Minute) waren Torchancen Mangelware.

In der 22. Minute explodierte allerdings das Millerntor. Nach einer missglückten Abwehraktion kam Gyökeres an den Ball, visierte das lange Eck an, sein Schuss wurde unhaltbar für Torwart Heinz Lindner zur Führung der Hausherren abgefälscht.

Was für eine Erleichterung auf Seiten der Kiezkicker! Die ohnehin schon gute Stimmung am Millerntor wurde prompt noch besser.

Beflügelt von dem Führungstor, versuchte St. Pauli gleich nachzulegen. Die größte Chance auf das 2:0 hatte Henk Veerman mit einem Kopfball nach einer Knoll-Ecke, doch der Ball strich am langen Pfosten vorbei.

Ohlsson verletzungsbedingt ausgewechselt

St.-Pauli-Trainer Jos Luhukay musste verletzungsbedingt wechseln.
St.-Pauli-Trainer Jos Luhukay musste verletzungsbedingt wechseln.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Die Kiezkicker hatten die Partie voll im Griff. Vom Gäste-Angriff um Top-Stürmer Manuel Schäffler (elf Saisontore) war bisher noch nicht viel zu sehen.

Daher war die 1:0-Halbzeit-Führung der Luhukay-Elf völlig verdient. Mit mehr Konzentration und Genauigkeit in ihren Offensiv-Aktionen wäre sogar ein zweiter Treffer drin gewesen.

Die zweiten 45 Minuten waren ausgeglichen. Wehen-Wiesbaden wurde erstmals auch offensiv gefährlich. Erst scheiterte Marcel Titsch-Rivero mit einem abgefälschten Schuss an St.-Pauli-Keeper Robin Himmelmann (53.), anschließend zog Stefan Aigner mit seinem Abschluss den Kürzeren (58.).

Auf der Gegenseite verpasste Veerman mit einem Schlenzer auf das lange Eck (54.) den zweiten Treffer der Hausherren.

Nach einer Stunde musste Jos Luhukay verletzungsbedingt wechseln. Sebastian Ohlsson musste vom Platz, für ihn kam Kuyucu. Zudem brachte der Niederländer Rico Benatelli, der damit am 17. Spieltag für die Kiezkicker debütierte, für den starken Buchtmann.

St. Pauli ließ sich nun mehr und mehr von den besser werdenden Gästen in die eigene Hälfte drängen. Noch aber hielt die Abwehr dem Druck des Tabellen-Vorletzten stand.

Aussetzer führt zum Ausgleich

Henk Veerman jagt dem Ball nach.
Henk Veerman jagt dem Ball nach.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Und nach 70 Minuten klingelte es schließlich im Kasten von Robin Himmelmann. Nach einem katastrophalen Fehlpass von Marvin Knoll im eigenen Sechzehner, der den Ball genau in die Füße von Schäffler spielte, beförderte der Top-Stürmer den Ball mit einem satten Schuss in den Winkel. Was für ein Bock des Abwehrspielers!

Eine Viertelstunde vor dem Ende wechselte Luhukay ein drittes Mal. Für Ryo Miyaichi kam Kevin Lankford in die Partie.

In der Schlussphase versuchten beide Mannschaften ihr Glück in der Offensive. Ansehnlich war das Spiel zu diesem Zeitpunkt nicht mehr.

Und als alle im Stadion mit einem Unentschieden rechneten, schlug St. Pauli noch zu.

In der 86. Minute erzielte Henk Veerman nach Gyökeres-Zuspiel mit einem Schuss ins lange Eck das 2:1, in der Nachspielzeit legte Gyökeres nach einem Konter mit dem 3:1 nach.

Was für ein Sieg des FC St. Pauli, den die Mannschaft anschließend ausgelassen mit den Fans feierte. Durch den Dreier blieb die Kiezelf zwar auf Platz 15, baute aber den Vorsprung auf die Gäste aus.

Zum Jahresabschluss trifft der FC St. Pauli am kommenden Samstag (13 Uhr) auf Tabellenführer Arminia Bielefeld. Das Hinspiel auf der Bielefelder Alm endete 1:1-Unentschieden.

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