FC St. Pauli-Trainer Luhukay gibt bescheidene Saison-Ziele aus

Hamburg – Nichts war mit Sonntagsruhe auf dem Trainingsplatz des FC St. Pauli: Der Fußball-Zweitligist nahm am Vormittag die Vorbereitung auf die neue Saison auf - ein wenig später als andere Vereine.

Trainer Jos Luhukay bereitet die Kiezkicker auf die neue Saison vor.
Trainer Jos Luhukay bereitet die Kiezkicker auf die neue Saison vor.  © DPA/Christoph Schmidt

Lokalrivale Hamburger SV hatte sechs Tage zuvor begonnen. Für die Führung der Kiezkicker aber kein Grund zur Nervosität.

Weil Trainer Jos Luhukay um die Qualität der 2. Liga weiß, gibt er sich zurückhaltend, was Prognosen angeht.

Mit den Bundesliga-Absteigern VfB Stuttgart, Hannover 96 und 1. FC Nürnberg sowie dem weiterhin im Fußball-Unterhaus spielenden HSV streiten sich vier finanzstarke Vereine um den Aufstieg.

"Es gibt natürlich vier größere Clubs, die mehr Möglichkeiten haben als wir. Wir möchten zu der Verfolgergruppe gehören", sagt der Trainer.

Auf einen Tabellenplatz wollte sich Luhukay nicht festlegen: "Entscheidend ist, dass wir unsere eigenen Fans begeistern. Unsere interne Zielsetzung ist, dass wir einen guten und erfolgreichen Fußball spielen".

Auch der neue Sportchef Andreas Bornemann sieht in seinem Verein keinen zwingenden Aufstiegsanwärter: "Wenn du in einer Liga bist, wo es noch eine drüber gibt, willst du da hin. Man muss aber die Rahmenbedingungen realistisch einschätzen. Wir haben aus der letzten Saison aufgrund der vielen Verletzungen kein solides Fundament mitgenommen."

Umso wichtiger ist es für Trainer Luhukay, zukünftig das Verletzungsrisiko zu minimieren: "Es ist unglaublich, dass St. Pauli es die letzten drei Jahre nicht geschafft hat, zwei Runden konstant zu spielen. Entweder war die Hinserie oder die Rückrunde gut. Es gab bei St. Pauli immer zu viele Verletzungsausfälle. Da müssen wir uns stärken."

Die verletzten Philipp Ziereis und Henk Veerman waren am Sonntag teilweise in das Training involviert.

Weitere Neuzugänge in den kommenden Wochen geplant

Henk Verman (von links nach rechts), Daniel Buballa, Jakub Bednarczyk, Marvin Knoll, Christopher Buchtmann und Marc Hornschuh laufen sich beim Trainingsauftakt warm.
Henk Verman (von links nach rechts), Daniel Buballa, Jakub Bednarczyk, Marvin Knoll, Christopher Buchtmann und Marc Hornschuh laufen sich beim Trainingsauftakt warm.  © dpa/Axel Heimken

Bei Veerman, der sich im Dezember einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, dürfte die Rückkehr auf den Platz allerdings noch einige Wochen dauern.

Nicht anwesend war Mittelfeldspieler Mats Möller Daehli, der aufgrund einer Länderspielreise mit der norwegischen Nationalmannschaft seinen Urlaub verlängern durfte und erst am kommenden Samstag in das Training einsteigt.

Unter den Spielern, die an der ersten Trainingseinheit teilnahmen, befanden sich auch die Zugänge Rico Benatelli (von Dynamo Dresden) und Boris Tashchy (MSV Duisburg) sowie der zuletzt ausgeliehene und nun fest von Werder Bremen verpflichtete Luca Zander.

Den Zugängen stehen allerdings neun Abgänge gegenüber. Deshalb soll der Kader in den nächsten Wochen noch verstärkt werden.

"Wir schauen in alle Mannschaftsteile, wer uns helfen könnte und was möglich ist", sagte Luhukay. Bornemann fügte wegen der Situation auf dem Transfermarkt hinzu: "Man muss noch etwas Geduld haben."

Nach gut 90 Minuten war die Trainingseinheit beendet. Einige Spieler ließen sich zusammen mit den rund 100 Fans fotografieren, bevor sie in die Kabine verschwanden.

Tashchy ist jedenfalls mit seiner Wahl zufrieden: "Der Verein hat Tradition, Ambitionen und tolle Fans."

Titelfoto: DPA/Christoph Schmidt

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