Erster Heimsieg 2020! FC St. Pauli schlägt VfL Osnabrück und verschafft sich Luft

Hamburg - Derbysieg veredelt! Der FC St. Pauli hat am Sonntagnachmittag gegen den VfL Osnabrück mit 3:1 (2:0) gewonnen und somit den ersten Heimsieg im Jahr 2020 gefeiert. Vor 29.546 Zuschauern schossen Henk Veerman, Waldemar Sobota und Dimitrios Diamantakos die Tore für den Derbysieger, Bashkim Ajdini verkürzte für die Gäste.

Die Fans erinnerten mit einer Choreografie an den Derbysieg.
Die Fans erinnerten mit einer Choreografie an den Derbysieg.  © Axel Heimken/dpa

Nach dem grandiosen 2:0-Derbysieg beim Hamburger SV veränderte St.-Pauli-Trainer Jos Luhukay seine Startelf auf einer Position. Für Youngster Finn Ole Becker rückte Marvin Knoll ins Team.

Zudem stand Abwehrspieler James Lawrence das erste Mal seit Mitte Dezember wieder im Kader.

Vor der Partie feierten die Fans den Derbysieg mit einer großen Stadion-Choreografie, auch das Wort "Derbysieger" hallte immer wieder durch das Millerntor.

St. Pauli versuchte in der Anfangsphase Kontrolle über die Partie zu bekommen, machte sich das Leben durch Unkonzentriertheiten aber selbst schwer.

So dauerte es bis zur 18. Minute ehe die Partie die erste richtige Torchance besaß - und die hatte es in sich.

Ryo Miyaichi setzte sich auf rechts durch und passte flach in den Fünfer, wo Dimitrios Diamantakos es schaffte, aus drei Metern den Ball über das Tor zu schießen. Das hätte das 1:0 für die Kiezkicker sein müssen!

Mit dieser Chance nahm das Spiel an Fahrt auf. Erst scheiterte Osnabrück nach einer Ecke per Kopf an St.-Pauli-Keeper Himmelmann, im Gegenzug blockte die Abwehr einen Schuss von Henk Veerman zur Ecke. Und nach dieser konnten die Fans endlich jubeln.

Der Niederländer köpfte den von Knoll scharf getretenen Ball aus wenigen Metern ins Netz. Es war sein achtes Tor im erst 13. Spiel - was für eine starke Quote!

FC St. Pauli mit starker Leistung: Diamantakos legt einen drauf

Waldemar Sobota jubelt über seinen Treffer.
Waldemar Sobota jubelt über seinen Treffer.  © Axel Heimken/dpa

Mit dem Treffer hatte St. Pauli die komplette Kontrolle über die Partie gewonnen. Vom Aufsteiger kam wenig bis gar nichts.

Folgerichtig konnten die Heimfans ein zweites Mal vor der Pause jubeln.

Waldemar Sobota eroberte einen abgewehrten Ball, spielte Doppelpass mit Veerman und setzte zu einem unnachahmlichen Solo an.

Dabei ließ er mehrere Osnabrück-Spieler wie Statisten stehen und schob den Ball überlegt aus 16 Metern zum 2:0 ein - Saisontor Nummer für den Polen.

Kurz vor der Halbzeit kam es zu einer Schrecksekunde. Veerman blieb am Boden liegen und musste an der Schulter behandelt werden. Bis zur Pause hielt der Niederländer noch durch, doch dann kam Boris Tashchy in die Partie.

Mit Beginn der zweiten 45 Minuten setzte der Regen ein, am Spiel änderte sich jedoch nichts, ganz im Gegenteil.

St. Pauli erhöhte nur wenige Zeigerumdrehungen nach Wiederanpfiff. Der starke Knoll war auf links frei und sah in der Mitte den lauernden Diamantakos. Der Grieche fackelte nicht lange und hämmerte zum 3:0 in die Maschen. Was für ein Start in die zweite Halbzeit!

Osnabrück-Treffer bringt FC St. Pauli ins Schwimmen

Henk Veerman (links) und Leo Östigard bekämpfen gemeinsam Gegenspieler Joost van Aken.
Henk Veerman (links) und Leo Östigard bekämpfen gemeinsam Gegenspieler Joost van Aken.  © Axel Heimken/dpa

Jetzt, wo das Spiel entschieden war, zeigte sich auch Osnabrück. Doch der Aufsteiger scheiterte mit mehreren Versuchen an den Beinen der St.-Pauli-Abwehr oder Keeper Himmelmann.

Auf der Gegenseite verpasste Sobota seinen Doppelpack. Der Pole lief alleine auf Torwart Philipp Kühn und stolperte bei seinem Versuch. Dennoch kam er noch irgendwie an den Ball und erzielte das Tor. Doch Sobota berührte das Leder am Boden liegend mit dem Arm, sodass der Schiedsrichter den Treffer zurücknahm.

Mit dem Gefühl des Sieges im Rücken überließ die Luhukay-Elf dem Gegner den Ball und setzte auf Konter.

Bei einem dieser hätte Tashchy fast sein erstes Tor für den FC St. Pauli geschossen (69.), doch VfL-Keeper Kühn parierte.

Den einzigen Vorwurf, den sich die Kiezkicker in der Folge machen konnten war, dass sie das Spiel nicht noch deutlicher gestalten konnten. Es hätte eine Viertelstunde vor dem Ende auch schon gut und gerne 5:0 stehen können.

Stattdessen stand es plötzlich 3:1. Bashkim Ajdini wurde von Mitspieler Bryan Henning am Fünfer angeschossen und erzielte so den Treffer. Plötzlich wurde es noch einmal spannend. Osnabrück witterte Morgenluft und hätte durch Kapitän David Blacha fast noch den Anschlusstreffer erzielt, doch Himmelmann parierte stark. St. Pauli schwamm nun in der Defensive.

Spannend wurde es aus St.-Pauli-Sicht zum Glück nicht mehr. Die Gäste konnten sich keine weiteren Hochkaräter mehr herausspielen. Somit blieb es beim 3:1-Heimsieg, weil in der Offensive klarste Chancen liegen gelassen wurden.

Durch den Erfolg kletterten die Kiezkicker an Gegner Osnabrück in der Tabelle vorbei auf Rang 10 und verschafften sich Luft im Abstiegskampf.

So starteten beide Mannschaften in die Partie

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