Kein Platz für Sentimentalität: Union will bei Neuhaus-Wiedersehen dreifach punkten!

Berlin - Am 23. Spieltag kommt mit Arminia Bielefeld ein besonderer Gegner in das Stadion von Union Berlin an der alten Försterei. Denn mit DSC-Coach Uwe Neuhaus kehrt ein langjähriger Trainer der Eisernen nach Köpenick zurück. Das große Wiedersehen beherrscht die Berichterstattung der Gazetten. Die beteiligten Protagonisten lässt die Rückkehr hingegen kalt.

Die Berliner haben sich mit dem Auswärtssieg in Duisburg den zweiten Tabellenplatz gesichert.
Die Berliner haben sich mit dem Auswärtssieg in Duisburg den zweiten Tabellenplatz gesichert.

Wenn am Freitagabend das Flutlicht angeht (hoffentlich?! Stichwort: Stromausfall in Köpenick) und der Anpfiff ertönt, ist kein Platz mehr für Sentimentalität und große Wiedersehens-Freunde.

Die Vorzeichen vor dem Heimspiel des 1. FC Union und der gastierenden Arminia aus Bielefeld könnten nicht unterschiedlicher sein.

Während die Köpenicker im Aufstiegsrennen stecken, versuchen die Ostwestfalen sich allmählich aus dem Abstiegskampf zu entreißen.

Der 1. FC Union, der mit dem Auswärtssieg in Duisburg ordentlich Selbstbewusstsein tankte, erwartet eine starke Arminia, die trotz der Niederlage im Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg einen kleinen Aufwärtstrend aufweist und langsam ins gesicherte Mittelfeld vorrückt.

"Bielefeld ist gut ins Restprogramm gestartet, hatte im letzten Spiel mit der roten Karte dann Pech, auch wenn Magdeburg es gut gemacht hat. Sie wissen, wie man auswärts bestehen kann, haben das eine oder andere Spiel gewinnen können. Uns erwartet eine schwierige Aufgabe", bewertet Unions Trainer Urs Fischer (53).

Nicht nur wegen der sportlichen Brisanz ist der Auftritt der Gäste aus Ostwestfalen eine besondere Begegnung.

Mit Arminen-Trainer Uwe Neuhaus kehrt der Erfolgs-Coach der jüngeren eisernen Vereins-Geschichte in sein altes Wohnzimmer zurück. Mit dem 59-Jährigen stieg der Verein in die 2. Bundesliga auf. Für Neuhaus ist die Rückkehr sicherlich emotional, besitzt aber keinerlei Wichtigkeit: "Das ist Business as usual. Der Fokus liegt auf den Dingen, die wir benötigen, um zu punkten."

Eiserne Dankbarkeit: Uwe Neuhaus stieg in sieben Jahren zweimal mit dem 1. FC Union auf. (Archivbild)
Eiserne Dankbarkeit: Uwe Neuhaus stieg in sieben Jahren zweimal mit dem 1. FC Union auf. (Archivbild)  © DPA

Der letzte Neuhaus-Gastauftritt an der alten Försterei endete für die Berliner mit einer Niederlage. Er klaute als Dynamo-Trainer mit einem 1:0-Sieg drei Punkte aus Köpenick. Nun will er mit seinem neuen Verein dies wiederholen.

Für Arminia gilt es, den Abstand auf die Abstiegsränge zu vergrößern. Nicht nur der favorisierte Gegner aus Köpenick könnte zu einem Stolperstein werden, auch das eigene Personal sorgt für Kopfzerbrechen.

Neben den Langzeitverletzten Nils Quaschner, Christopher Nöthe und Sören Brandy fehlen auch Cédric Brunner, Roberto Massimo und Cerruti Siya erkrankt, sowie die ebenfalls verletzten Sven Schipplock und Tom Schütz.

Kapitän Julian Börner fehlt nach seiner roten Karte gegen Magdeburg gesperrt. Bei den Eisernen fehlt lediglich Sebastian Polter.

Die Bilanz spricht klar für die Köpenicker. In den acht Heimspielen konnte Union fünfmal gewinnen und musste sich dreimal die Punkte teilen. Ein eiserner Heimsieg am Freitag könnte den Druck auf die lauernde Konkurrenz erhöhen.

Im Aufstiegsrennen trennen die zweitplatzierten Unioner und den an siebter Stelle stehenden Kielern nur vier Punkte. Apropos: Im nächsten Heimspiel muss das Team zu Holstein Kiel reisen und kann im direkten Duell den Abstand vergrößern.

Schon vor der Partie hatte Coach Fischer Grund zum Feiern. Der Schweizer feierte am Mittwoch seinen 53. Geburtstag und ließ bei der Spieltags-Pressekonferenz verlauten, dass er von seiner Mannschaft kein Geschenk bekommen hat. Vielleicht holt sie das mit einem Sieg gegen Arminia Bielefeld nach.

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