Wieder kein Sieg! Union Berlin mit torlosem Unentschieden bei Dynamo!

Berlin/Dresden - Nur ein Zähler im Ostderby! Der 1. FC Union Berlin ist bei Dynamo Dresden nicht über ein 0:0 hinausgekommen und verliert langsam den Anschluss an die direkten Aufstiegsplätze. Das leistungsgerechte Remis bot wenig Offensivaktionen und wurde der atemberaubenden Kulisse im Rudolf-Harbig-Stadion nicht gerecht.

Dynamos Linus Wahlqvist im Kopfball-Duell gegen Unions Florian Hübner.
Dynamos Linus Wahlqvist im Kopfball-Duell gegen Unions Florian Hübner.  © DPA

Nach der blamablen 1:3-Heimniederlage gegen den SC Paderborn veränderte Urs Fischer seine Mannschaft auf vier Positionen im gewohnten 4-3-3-System.

Ken Reichel ersetzte Christopher Lenz, Felix Kroos kam für Robert Zulj ins Team und auf den offensiven Außenpositionen rücken Ex-Dresdner Akaki Gogia und Joshua Mees anstelle von Suleiman Abdullahi und Carlos Mane in die Startelf.

Im 67. Duell der beiden ehemaligen DDR-Oberligisten gehörte den Berliner Gästen die erste gefährliche Aktion (3. Spielminute).

Über Unions linke Seite marschierte Reichel bis zur Grundlinie und flankte scharf in den Strafraum, wo Mees schließlich an Dynamo-Schlussmann Markus Schubert scheiterte. Den Abpraller konnte der ausrutschende Gogia nicht nutzen.

Vor ausverkauftem Haus waren die Gastgeber durchaus vom hohen Pressing der Eisernen überrascht. Keeper Schubert musste mehrmals die Pille unkontrolliert ins Aus bugsieren.

Nach gut einer Viertelstunde gelang den Gastgebern die erste Tor-Annäherung. Einen schnellen Konter über Baris Atik konnte Erich Berko mit seinem Fernschuss aber nicht veredeln. Die erste Dynamo-Aktion tat dem Spiel auffallend gut, denn die Anfangsphase war durchaus zäh.

Urs Fischers Truppe war die aktivere Mannschaft der ersten 45 Minuten. Abschlüsse von Sebastian Anderson (19.), Kroos (22.) und Gogia (23.) stellten Dynamos Schubert jedoch vor keinerlei große Probleme.

Union konnte dann zum zweiten Mal für Gefahr sorgen, als ein Trimmel-Freistoß zu Marvin Friedrich durchrutschte. Sein Kopfball-Aufsetzer landete über dem Tor (33.). Obwohl Union mehr vom Spiel hatte, ging das Unentschieden zur Pause in Ordnung.

 Viele Zweikämpfe, keine Tore: Der 1. FC Union verliert langsam die direkten Aufstiegsplätze aus dem Blick.
Viele Zweikämpfe, keine Tore: Der 1. FC Union verliert langsam die direkten Aufstiegsplätze aus dem Blick.

Die zweite Halbzeit begann mit einem schönen Freistoß von Niklas Kreuzer, der nur knapp am langen Eck des eisernen Tores vorbeizischte (50.).

Auch die nächste Offensivaktion gehörte den Schwarz-Gelben. Haris Duljevic prüfte Gikiewicz mit einem Fernschuss (55.).

Mitte der zweiten Hälfte bekam Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus einiges zu tun. Immer mehr kleinere Auseinandersetzungen und Fouls prägten das Spiel. Außerdem pfiff sie einen klaren Vorteil für Dynamo weg. Glück für den FCU!

Immer mal wieder kam die Eisernen zu Offensivaktionen, die aber wenig Ertrag brachten. So wurden Schüsse von Friedrich oder Prömel geblockt und die Volley-Abnahme vom eingewechselten Marcel Hartel ging deutlich am Tor vorbei (73.).

Ein Ballverlust von Trimmel führte zur größten Dresdner Gelegenheit. Nach einem Konter sprinten drei Dynamos auf das Tor von Gikiewicz. Doch Berko brauchte zu lange für das Abspiel, vertändelte und machte die Chance zunichte.

Zum Ende des Spiels konnten beide Teams keine gefährlichen Szenen im gegnerischen Sechzehner mehr entwickeln, sodass das leistungsgerechte Unentschieden in Ordnung geht. Für den 1. FC Union rücken die direkten Aufstiegsplätze in weite Ferne, wenn der HSV morgen gegen den 1. FC Magdeburg gewinnen sollte.

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