Nach Pleite gegen Ex-Unioner Baumgart: Bringt auch Fiel die Eisernen zu Fall?

Berlin - Nach 20 Heimspielen ohne Niederlage knackte Unions Ex-Spieler Steffen Baumgart (47) die eiserne Serie. Worte wie "Krise" oder "Spannungsabfall" kreisen im weiten Rund der Alten Försterei, von denen in der Mannschaft keiner wissen will. Ausgerechnet jetzt kommt es erneut zum Aufeinandertreffen mit einem Trainer mit Köpenicker Spieler-Vergangenheit.

Nach der 1:3-Heimpleite gegen den SC Paderborn will der 1. FC Union in Dresden wieder dreifach punkten.
Nach der 1:3-Heimpleite gegen den SC Paderborn will der 1. FC Union in Dresden wieder dreifach punkten.  © DPA

Für den 1. FC Union Berlin läuft es momentan nicht rund. Nach der Pleite in Heidenheim folgte die herbe 1:3-Schlappe gegen den SC Paderborn.

Besonders gegen die Ostwestfalen wirkte das eiserne Spiel abgeflacht, wenig kreativ und zeigte ungewohnte Lücken in der Defensive.

"Wir haben keine Krise", sagt Torwart Rafal Gikiewicz (31) gegenüber dem Berliner Kurier und sieht vor allem die eigene Ausrichtung als Grund für die Abwehr-Probleme.

"Wir spielen jetzt offensiver als in der Vorrunde und gehen damit ein höheres Risiko ein, weshalb uns dann manchmal in der Defensive die Absicherung fehlt", begründet Gikiewicz.

Die Fakten sprechen für sich. In der Hinrunde musste Unions-Torwart nur zwölfmal hinter sich greifen, in der Rückrunde dagegen mussten die Köpenicker schon 14 Gegentore schlucken.

Dennoch sieht Gikiewicz in der Mini-Krise keine Gefahr die gute Saison nicht mit dem Aufstieg zu krönen: "Man muss Rückschläge auch mal akzeptieren. Wir spielen eine sehr gute Saison, das ist Fakt." Trainer Urs Fischer (53) fokussiert: „Wir wollen es in Dresden ganz sicher besser machen.“

Gegen Ex-Unioner Steffen Baumgart (l.) musste sich Union mit einer Niederlage zufrieden geben. Gegen Cristian Fiel (r.) wollen die Eisernen dreifach punkten.
Gegen Ex-Unioner Steffen Baumgart (l.) musste sich Union mit einer Niederlage zufrieden geben. Gegen Cristian Fiel (r.) wollen die Eisernen dreifach punkten.  © dpa/imago

Das will Cristian Fiel (39) unbedingt verhindern. Der neue Trainer von Dynamo Dresden will die englische Woche seiner Mannschaft nutzen, um den Abstand auf die Abstiegsplätze zu vergrößern.

Mit dem Derby-Sieg gegen Aue im Rücken muss Dynamo erst zum Nachholspiel nach Fürth reisen. Am Sonntag steht dass Heimspiel gegen Union für die Schwarz-Gelben an.

Für Fiel ist das Aufeinandertreffen eine besondere Begegnung mit der Vergangenheit. Der gebürtige Esslinger trug zwei Jahre das rot-weiße Trikot, absolvierte 56 Spiele und erzielte insgesamt zehn Tore für die Eisernen.

Besondere Highlights seiner Zeit in Köpenick werden sicherlich die vier Partien im UEFA-Cup sein, in denen die Berliner auf die finnische Vertretung aus Haka und den bulgarischen Traditionsklub Litex Lovetch trafen.

Wenn er nicht gerade gegen den FCU antritt, drückt er seinem Ex-Verein fleißig die Daumen, wie er dem Kurier im November 2015 verrät. "Jeder weiß, wie tief Union in meinem Herzen verankert ist. Ich hatte dort eine tolle Zeit. Ich wünsche Union, dass sie bald mal oben mitmischen."

Knapp dreieinhalb Jahre später steht der 1. FC Union auf dem Relegationsplatz und so nah wie noch nie an den Aufstiegsrängen zur Bundesliga. Für den großen Traum würde ein Erfolg in Dresden sicherlich helfen. Das Rudolf-Harbig-Stadion wird mit 30.500 Zuschauern ausverkauft sein.

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