Union Berlin schießt 1. FC Köln ab: Andersson mit Doppelpack

Berlin – Union setzt sich ab, Köln immer hoffnungsloser: Der 1. FC Union Berlin hat am Sonntagnachmittag das Aufsteigerduell gegen den 1. FC Köln mit 2:0 gewonnen. Vor 22.012 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei erzielte Sebastian Andersson (33./50.) einen Doppelpack.

Berlins Sebastian Andersson (2.v.r) köpft den Ball nach Eckball zum 1:0 ins Tor von Timo Horn (l) von 1.FC Köln.
Berlins Sebastian Andersson (2.v.r) köpft den Ball nach Eckball zum 1:0 ins Tor von Timo Horn (l) von 1.FC Köln.  © Andreas Gora/dpa

Vor dem Spiel mussten beide Teams ihre Abwehrreihen umbauen: Bei Köln fehlten Czichos und Hector gesperrt, Union spielte ohne Schlotterbeck und Subotic (TAG24 berichtete).

Die Berliner gingen mit 16 Punkten als Favorit in die Partie gegen Köln (8 Zähler) und die Gäste überließen dem Gegner auch das Spiel.

Köln hoffte auf Umschaltmomente und verweigerte den eigenen Spielaufbau weitgehend. Da auch Union nicht durch spielerische Momente glänzen konnte, waren beide Teams zunächst durch Standards auffällig.

Bei zwei Freistoßflanken (9./10.) der Hausherren gab es noch keine Gefahr für die Kölner, die sich ihrerseits mit zwei direkten Freistößen durch Verstraete (23./28.) dem Tor von Gikiewicz annäherten.

Passend zum Spielverlauf gingen die Eisernen dann durch eine Standardsituation in Führung. Das Wegrutschen Verstraetes ermöglichte Andersson einen Distanzschuss, den Horn zur Ecke klärte. Trimmel servierte Unions Torjäger dann die Flanke zum 1:0 (33.). Für Andersson war es bereits das siebte Saisontor.

Köln war durch den Gegentreffer sichtbar verunsichert, weitere Tore fielen aber bis zur Halbzeitpause nicht mehr.

Berlins Andersson entscheidet das Spiel mit Doppelpack

Jhon Cordoba (2.v.l) von 1.FC Köln nimmt Ball mit dem Kopf an gegen Berlins Michael Parensen (2.v.r).
Jhon Cordoba (2.v.l) von 1.FC Köln nimmt Ball mit dem Kopf an gegen Berlins Michael Parensen (2.v.r).  © Andreas Gora/dpa

Nach dem Seitenwechsel drängte Union direkt auf die Vorentscheidung und wurde schnell belohnt. Stürmer Andersson wurde auf die Reise geschickt, umkurvte Keeper Horn und traf ins leere Tor. Ein Kölner Abwehrspieler versuchte noch zu retten, aber der Ball war wohl knapp hinter der Linie (50.).

Offensiv blieb Köln weiterhin vieles schuldig, auch der eingewechselte Schaub konnte sich kaum in Szene setzen. Dennoch hätten die Geißböcke fast durch ein Stolpertor getroffen (59.).

Köln wurde auch mit den eingewechselten Kainz und Modeste nicht besser, Berlin reichte in dieser Phase des Spiels eine solide Leistung, um die Führung zu verteidigen.

Die Schlussoffensive der Kölner blieb passend zum gesamten Spielverlauf aus. Nach 93 Minuten war der absolut verdiente Sieg der Berliner perfekt.

Die Überlegenheit der Berliner gegenüber erneut nicht erstligareifen Kölnern zeigte sich am Ende auch anhand der Statistik. Berlin lief mehr (117 zu 113 Kilometer), gewann mehr Zweikämpfe (55 Prozent) und hatte die bessere Passquote (74 zu 64 Prozent).

Union Berlin klettert mit dem vierten Heimsieg in Serie auf Platz zehn und hat nun sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Die Lage in Köln wird dagegen angesichts von nur acht Punkten aus 14 Spielen immer dramatischer.

Unions Spieler jubeln in einer Traube nach 1:0 durch Andersson.
Unions Spieler jubeln in einer Traube nach 1:0 durch Andersson.  © Andreas Gora/dpa

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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