Verein gibt Vertragsauflösung bekannt, Trainer völlig überrascht!

Zürich (Schweiz) - Was für ein Kommunikations-Chaos beim FC Zürich! Der Schweizer Erstligist hat die Vertragsauflösung mit Stürmertrainer Florent Malouda (38) bekanntgegeben - und zwar in gegenseitigem Einvernehmen. Doch Malouda wusste offensichtlich gar nichts davon...

Der größte Erfolg in der Karriere von Florent Malouda (l.): Der Gewinn der Champions League 2012 mit dem FC Chelsea beim FC Bayern München.
Der größte Erfolg in der Karriere von Florent Malouda (l.): Der Gewinn der Champions League 2012 mit dem FC Chelsea beim FC Bayern München.  © DPA

Der 80-fache französische Nationalspieler antwortete auf die offizielle Twitter-Meldung auf Englisch mit: "really I didn't know that..??" (auf Deutsch "wirklich, ich wusste das nicht?")

Natürlich ging dieser Austausch rund um die Welt und brachte Zürich in die Negativschlagzeilen, weil die Auflösung des Vertrages ganz offensichtlich nicht einvernehmlich erfolgte, worauf Maloudas Nachricht zumindest stark hindeutet.

Der wurde nämlich erst am 1. März als Stürmertrainer eingestellt.

Laut der offiziellen Mitteilung des FCZ habe "sich herausgestellt, dass die verschiedenen Projekte, in welchen Florent Malouda weiterhin engagiert ist, zeitlich nicht mit den vom FCZ vorgesehenen Aufgaben kompatibel sind."

Deshalb sei die Zusammenarbeit nun schon wieder beendet worden.

Für den früheren Weltklasse-Spieler war es der erste Job im Trainerbereich, nachdem er seine Karriere erst im vergangenen Sommer beendet hatte.

Odyssee im Spätherbst seiner Karriere

Florent Malouda spielte im Spätherbst seiner Karriere für viele verschiedene Vereine in exotischen Fußballländern wie Indien.
Florent Malouda spielte im Spätherbst seiner Karriere für viele verschiedene Vereine in exotischen Fußballländern wie Indien.  © DPA

Seit 2013 war Malouda durch die Welt getingelt und hatte sich zunehmend als "Wandervogel" einen Namen gemacht.

Zuerst ging es zu Trabzonspor in die Türkei, dann zum FC Metz nach Frankreich, ehe er das Abenteuer Asien wagte und ein halbes Jahr bei den Delhi Dynamos in Indien spielte.

Anschließend zog er nach Afrika weiter, wo er in Ägypten bei Wadi Degla spielte, bevor er wieder nach Delhi zurückkehrte.

Nach einem halben Jahr Vereinslosigkeit spielte er für sechs Monate beim FC Differdingen 03 in Luxemburg und absolvierte noch vier Länderspiele für Französisch Guayana. Erst dann hängte er seine Fußballschuhe an den Nagel.

Vor dieser Odyssee war Malouda vergleichsweise selten gewechselt.

Mehrere Jahre bei seinem Ausbildungsverein LB Châteauroux, drei Jahre bei EA Guingamp, vier Jahre bei Olympique Lyon und sechs Jahre beim FC Chelsea, mit dem er in München 2012 als Krönung seiner Karriere die Champions League gewann, stehen in seiner Vereinshistorie.

Bei Zürich passte es nun offenbar nicht zusammen. Wie genau es weitergeht, darf mit Spannung erwartet werden. Denn Maloudas Tweet nach zu urteilen, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

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