Aues Tiffert sagt leise Servus: "Es war die schönste Zeit meiner Karriere"

Aue - Der Gesichtsausdruck von Christian Tiffert sagte bei seinem Abgang aus Aue alles. Auf der einen Seite ein breites Grinsen, die Vorfreude auf etwas Neues beim Halleschen FC. Auf der anderen musste er doch zwei-, dreimal innehalten, verschluckte die Worte, um sie später nochmal zu wiederholen. So einfach wie es für viele scheint war sein Abschied vom FC Erzgebirge nicht. Darüber hat er mit TAG24 noch einmal gesprochen.

Abschiedsgespräch: Christian Tiffert (l.) und Redakteur Thomas Nahrendorf.
Abschiedsgespräch: Christian Tiffert (l.) und Redakteur Thomas Nahrendorf.  © Katja Lippmann-Wagner

TAG24: Christian, Sie gehen nach dreieinhalb Jahren aus Aue weg. Es war in Ihrer Karriere die zweitlängste Station nach dem VfB Stuttgart. Was bleibt?

Tiffert: "Viel, sehr viel. Es ist nicht so einfach für mich. Wenn man alles zusammenzählt, es war schon die schönste Zeit meiner Karriere. Ich habe brutal viel nette Menschen kennengelernt. Es ist nur menschlich, dass man daran auch denkt - trotz alle Vorfreude auf das Neue. Ich habe hier alles erlebt. Zum ersten Mal 3. Liga, zum ersten Mal Aufstieg in die 2. Liga. Zweimal der Klassenerhalt, zum ersten Mal Relegation gespielt. Es gab viele Sachen, die für mich neu waren - und allesamt erfolgreich. Das bleibt, dafür bin ich sehr dankbar. Wir sind im Guten auseinander gegangen, keiner hegt irgendeinen Groll. Alles gut."

TAG24: Präsident Helge Leonhardt sagte, die Tür steht für Sie immer offen...

Tiffert: "Das ist doch schön, wenn es so auseinandergeht. Es ist ein sehr inniges Verhältnis mit dem Präsidenten entstanden. Es ist, glaube ich, für beide Seiten alles so aufgegangen wie es sich jeder in dieser Zeit gewünscht hat. Dass ich zurückkomme, ist der Wunsch von vielen. Wenn man irgendwo anders hin geht, öffnen sich neue Türen. Das muss man dann sehen, wenn es soweit ist. Soweit sollte man nicht in die Zukunft schauen."

Sein letztes Punktspiel für Aue: Gegen Darmstadt wurde Christian Tiffert (l.) für Philipp Riese eingewechselt.
Sein letztes Punktspiel für Aue: Gegen Darmstadt wurde Christian Tiffert (l.) für Philipp Riese eingewechselt.  © Picture Point

TAG24: Ist die Vorfreude auf Halle so groß, weil es Ihre Heimatstadt ist?

Tiffert: "Natürlich, auch mit. Ich kenne Halle bestens, beim HFC hat sich so viel entwickelt. Das wird wieder eine neue Erfahrung. Ich lernen neue Mitspieler kennen, muss mich wie jeder Neue erst einmal an alles gewöhnen. Über allem steht die Freude am Beruf, ich bin noch nicht am Ende. Ich bin gesund, ich fühle mich fit, will spielen, kann dem HFC noch helfen."

TAG24: Wann und wie hat Sie HFC-Trainer Torsten Ziegner vom Projekt Halle überzeugt?

Tiffet: "Auf alle Fälle nicht schon im Trainingslager. Das war in der Vorwoche eher spontan. Wir haben uns zum Essen verabredet, sind dann aber nicht zum Essen gekommen. Wir haben nur erzählt und das war gut so - und für mich überzeugend."

TAG24: Welche Rolle sollen Sie unter Ziegner spielen?

Tiffert: "Ich denke mal, dass ich in Aue im Abwehrzentrum ganz gut gespielt habe. Entsprechend meines Alters wird das auch in Halle so sein. Ich freue mich darauf."

In Belek lief Christian Tiffert (l.) im Aue-Dress gegen den HFC auf, zu dem er jetzt gewechselt ist.
In Belek lief Christian Tiffert (l.) im Aue-Dress gegen den HFC auf, zu dem er jetzt gewechselt ist.  © Picture Point

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