Von Köpke bis Käuper: Für Leihspieler ist "Aue mittlerweile eine gute Adresse"

Aue - Pascal Köpke, Arianit Ferati, Ridge Munsy, Emmanuel Iyoha, Maximilian Pronichev und jetzt Ole Käuper - Aue hat in den vergangenen drei Jahren immer wieder auf Leihspieler zurückgegriffen. Fluch und Segen ist das für den Verein.

Ole Käuper ist von von Werder Bremen ausgeliehen. Der Mittelfeldmann soll sich beim FCE Aue beweisen und weiterentwickeln.
Ole Käuper ist von von Werder Bremen ausgeliehen. Der Mittelfeldmann soll sich beim FCE Aue beweisen und weiterentwickeln.  © Picture Point

Köpke - im Januar 2016 geholt - war ein Volltreffer. Er ballerte Aue in die 2. Liga, wurde nach dem Aufstieg vom KSC losgeeist, fest verpflichtet und zwei Jahre später mit viel Gewinn verkauft. Bei ihm hat sich das Leihgeschäft gelohnt.

Ähnlich könnte es bei "Emma" Iyoha laufen, den Aue gerne von Düsseldorf kaufen möchte. Die Gespräche dazu laufen. Erfolgsaussichten gibt es wohl nur, wenn die Fortuna die Klasse hält.

Munsy war zumindest kein Fehler, Ferati und Pronichev dagegen absolute Flops - allein aus sportlicher Sicht.

Nun darf und muss sich der Bremer Käuper beweisen. Er kommt wie Ferati (HSV) und Pronichev (Hertha) aus dem Nachwuchs eines Erstligisten. Da, wo die Uhren anders ticken als in der Erzgebirgs-Provinz. Da, wo sich ein 19-Jähriger schon mal fühlt wie ein Großer.

Nimmt Käuper die Mentalität der Region an, wird er sich in Aue durchsetzen. Wenn nicht, dann nicht.

10 Januar 2016: Neuzugang Pascal Köpke (l.) wird von FCE-Boss Helge Leonhardt im Trainingslager in Side/Türkei begrüßt.
10 Januar 2016: Neuzugang Pascal Köpke (l.) wird von FCE-Boss Helge Leonhardt im Trainingslager in Side/Türkei begrüßt.  © Picture Point

Es ist für den FCE immer ein Risiko, sich junge Leute von Erstligisten auszuleihen. Aber eines, dass der Verein fast schon eingehen muss, immer hoffend, es kommt ein Köpke oder Iyoha heraus.

"Wer sich die Entwicklung auf dem Transfermarkt anschaut, sieht, wie dieser explodiert. Für ,normale' Profis werden Preise aufgerufen, da wird es dir schwindlig", so Präsident Helge Leonhardt. "Wir haben aber eine Philosophie. Wir gehen diesen Weg nicht mit, können das auch gar nicht. Wir nehmen sehr gerne junge Leute aus Nachwuchsleistungszentren, entweder ablösefrei oder eben auf Leihbasis. Anders geht es nicht", so der FCE-Boss.

Und damit macht sich Aue einen Namen. "Als wir vor drei, vier Jahren bei Erstligisten angefragt haben, wurden wir müde belächelt. Jetzt nicht mehr. Nun kommen manche, weil sie sehen, bei uns sind die Talente gut aufgehoben. Wir fördern und fordern sie, entwickeln sie weiter. Aue ist mittlerweile eine gute Adresse", erklärt Leonhardt und ergänzt:

"Viele denken, das kostet viel Geld. Dem ist nicht so. Eigentlich müssten wir ja Geld von den Erstligisten bekommen, da wir ihre Spieler für die Bundesliga fitmachen. Von daher lohnen sich Leihgeschäfte."

Pascal Köpke (r.) avancierte beim FCE Aue zum Torjäger. Hier überwindet er den Regensburger Schlussmann Philipp Pentke.
Pascal Köpke (r.) avancierte beim FCE Aue zum Torjäger. Hier überwindet er den Regensburger Schlussmann Philipp Pentke.  © Picture Point
Emmanuel Iyoha kam von Düsseldorf nach Aue.
Emmanuel Iyoha kam von Düsseldorf nach Aue.  © Picture Point

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