Zehn Ausfälle drohen in Aue! Veilchen mit Sack voller Sorgen auf der Alm

Aue - Zwei gute Omen! Der FC Erzgebirge muss am Freitag nicht Notarzt spielen und einen totgeglaubten Patienten wie Dresden reanimieren - "Leben" retten ist ja die Spezialdisziplin der Veilchen in dieser Spielzeit. Gegner Bielefeld steht vor Aue, wenn auch nur knapp. Und: Der FCE schlägt bekanntlich immer dann zu, wenn gar keiner damit rechnet. Das tun heute nur wenige.

Am Montagabend war Calogero Rizzuto (M.) gegen Dynamo noch auf den Beinen - jetzt liegt er mit einer Angina flach.
Am Montagabend war Calogero Rizzuto (M.) gegen Dynamo noch auf den Beinen - jetzt liegt er mit einer Angina flach.  © Picture Point

Das hat einen trifftigen Grund oder besser mehrere Gründe. Aue ist mit einer Kiste voller Personalsorgen bereits am Mittwoch nach Ostwestfalen aufgebrochen.

Neben den Langzeitverletzten Dennis Kempe, Malcolm Cacutalua und Steve Breitkreuz (alle Knie) fallen auch Ole Käuper, Jan Kral sowie Calogero Rizzuto definitiv aus. Das Trio liegt mit Angina im Bett - jeder in seinem. Macht sechs definitive Ausfälle.

Aber es könnte noch schlimmer kommen. Philipp Riese, Emmanuel Iyoha, Philipp Zulechner und Florian Krüger sind mit Blessuren aus dem Dresden-Spiel gegangen. Hinter ihnen stehen Fragezeichen.

Es könnte also zu zehn Ausfällen kommen. "Eine Kadernominierung können wir uns diesmal sparen. Alles, was noch laufen kann, ist mit in Bielefeld", sagt ein mitgenommener Trainer Daniel Meyer.

Aue-Trainer Daniel Meyer hat Personalsorgen.
Aue-Trainer Daniel Meyer hat Personalsorgen.  © Picture Point

Der Coach fordert nach dem ach so bitteren 1:3 vom Montag gegen Dresden dennoch eine Reaktion seines Teams, egal, wer am Ende aufläuft. "Wir sind in dieser Saison nach so einem schwachen Spiel in der Regel immer gestärkt zurückgekommen", so der 39-Jährige.

Leicht wird es nicht, die Alm war meist eine Festung, die nicht erobert wurde. "Seit Uwe Neuhaus die Bielefelder trainiert, hat die Mannschaft einen klaren Formanstieg gezeigt, und auch die Ergebnisse stimmen wieder. Die Arminen sind dazu sehr laufstark und körperlich unangenehm zu bespielen", weiß Meyer.

Es ist eben solch eine Partie, wo jeder eine Pleite wohl verzeihen würde, gerade aufgrund der Personalnot. Aber gerade da überraschte Aue immer wieder - siehe die Heimsiege gegen Kiel, Union oder Paderborn oder wie bei den glanzvollen Auftritten in Fürth oder St. Pauli. Warum nicht heute wieder?

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