"Irgendjemand muss sich halt reinschmeißen!": Aue-Keeper Männel mal wieder Retter in der Not

Aue - Die Stimmung war heiter! Mit dem 0:0 beim VfL Osnabrück können die Veilchen vom FC Erzgebirge Aue ganz gut leben.

FCE-Trainer Dirk Schuster.
FCE-Trainer Dirk Schuster.  © Picture Point/S. Sonntag

Auch, weil es in der Nachspielzeit fast noch den Genickschlag gegeben hätte, den Schlussmann Martin Männel verhinderte.

Es schien, als ob sich beide Teams schon mit dem torlosen Remis abgefunden hatten, da flutschte doch noch ein Angriff der Osnabrücker durch. Besser gesagt: Der einzige Hochkaräter des Spiels! Genau der, den es braucht, um am Ende als glücklicher Sieger hervorzugehen - oder im Fall von Aue als Verlierer.

Doch dazu kam es nicht, weil FCE-Keeper Männel zur richtigen Zeit am richtigen Ort stand und den möglichen Gegentreffer durch Benjamin Girth (90.+1) verhinderte. "Er hätte mich fragen können, in welche Ecke ich ihn hin haben möchte, um ihn dann in die andere schieben", kommentierte Männel die nahezu letzte Aktion des Spiels.

"Ich bin dann einfach stehen geblieben und habe mich breit gemacht ..." - der Ball prallte an Männel ab und den Nachschuss konnte Girth nicht mehr kontrollieren.

Wieder Martin Männel! Der FCE-Schlussmann krallt sich den Ball in der Luft vor Osnabrücks Ulrich Taffertshofer.
Wieder Martin Männel! Der FCE-Schlussmann krallt sich den Ball in der Luft vor Osnabrücks Ulrich Taffertshofer.  © Picture Point/S. Sonntag

Da hätten sich die Veilchen fast um den Erfolg gebracht, mussten sich nach der Partie bei ihrem Kapitän und Torwart bedanken. "Beinahe hätte Osnabrück so am Ende noch das Spiel für sich entschieden", stimmte Aue-Angreifer Florian Krüger zu.

Dass es - wie so oft schon - wieder einmal Männel war, der am Ende den Unterschied ausmachte, wollte der 31-Jährige nicht hören. "Irgendjemand muss sich halt reinschmeißen. In diesem Falle war ich das", erklärt der Keeper und betont dabei den Teamgeist: "Fehler passieren, die müssen wir nun mal gegenseitig ausbügeln und damit fertig."

Doch die Konzentration muss eben auch bis über die 90. Minute hinaus reichen. "Wir haben insgesamt nur eine Torchance zugelassen - diese jedoch ein wenig fahrlässig", so Männel.

Genau diese Fahrlässigkeit kritisierte auch Trainer Dirk Schuster: "Den gewonnen Punkt hätten wir uns in der 90. Minute fast noch versaut, indem wir im Mittelfeld versuchen, mit der Hacke zu spielen, doch Martin den Ball in der Folge Gott sei Dank hält."

Letztendlich überwog nach dem Abpfiff im gesamten Team die Erleichterung. "Wir haben leidenschaftlich verteidigt, kein Tor zugelassen und auswärts einen Punkt mitgenommen. Das war ein gutes Auswärtsspiel", brachte Kapitän Männel den Freitagabend kurz auf den Punkt.

Die Riesenchance zum Sieg für den VfL Osnabrück, doch FCE-Keeper Martin Männel (am Boden) klärt gegen Benjamin Girth.
Die Riesenchance zum Sieg für den VfL Osnabrück, doch FCE-Keeper Martin Männel (am Boden) klärt gegen Benjamin Girth.  © picture point/Sven Sonntag

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