Aue hat noch vier Spiele, die über Weihnachtsstimmung entscheiden

Aue - "Wir müssen noch ein paar Punkte holen, um ruhige Weihnachten feiern zu können." Diesen Satz sagte FCE-Trainer Daniel Meyer vor der Partie beim VfL Bochum. Die Chancen auf ein geräuschloses Fest sind noch da, aber sie werden weniger. Vier sind es noch.

Die Stimmung war schon mal besser: Aue-Trainer Daniel Meyer (l.) und Präsident Helge Leonhardt.
Die Stimmung war schon mal besser: Aue-Trainer Daniel Meyer (l.) und Präsident Helge Leonhardt.  © Picture Point/S. Sonntag

Nach 11. Spieltag hatte Aue 14 Zähler. Damals war alles gut, alles im Lot, die Truppe dick im Soll. Drei Partien später sind es immer noch 14 Zähler. Den Niederlagen in Heidenheim (0:1) und gegen den HSV (1:3) folgte das 1:2 in Bochum. Ergebnistechnisch fehlte nie viel, es war immer eine Nuance.

Beim VfL waren es zehn Sekunden. Trotzdem: Der FCE ist nicht mehr im Soll und im Lot ist auch nicht mehr viel. Die Erzgebirger sind 13., haben vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz (Sandhausen) und fünf auf den ersten Abstiegsplatz (Magdeburg).

Die Distanz nach unten ist aber nur so komfortabel, weil diese Teams noch regelmäßiger ihre Begegnungen vergeigen. Die Liga scheint daher nicht so stark und ausgeglichen wie noch vor zwölf Monaten - zum Glück für Aue.

Doch zu sehr sollten die Erzgebirger den Blick nicht mehr auf die Konkurrenz werfen, weder auf die direkte, noch auf die indirekte. Keiner sollte sich darauf verlassen, dass die da unten so weitermachen. Die Meyer-Jungs sollten den Fokus auf sich richten, sich auf ihre Stärken konzentrieren.

Bis Weihnachten stehen noch vier Partien an, der FCE spielt dreimal im eigenen Stadion. Den Auftakt macht am Freitag die Partie gegen Regensburg. An jedem Wochenende eine Adventskerze für einen Sieg - mal sehen, ob am 24. Dezember alle Lichter brennen oder sinnbildlich der ganze Baum. Zwölf Punkte wären sicher vermessen, aber sechs oder sieben sollten es schon sein. Ansonsten bleibt die Gans im Halse stecken.

Vielleicht hilft der Blick aufs Vorjahr, macht dieser ein wenig Vorfreude. Gegen Regensburg und Darmstadt (damals auch am letzten Spieltag der Hinrunde) gab es im Spätherbst zwei 1:0-Heimsiege. Kann der FCE das wiederholen, wären das schon mal zwei Kerzen...

Der Frust steht ihnen nach der Niederlage in Bochum ins Gesicht geschrieben: Dominik Wydra (li.) und Calogero Rizzuto.
Der Frust steht ihnen nach der Niederlage in Bochum ins Gesicht geschrieben: Dominik Wydra (li.) und Calogero Rizzuto.  © Picture Point/Gabor Krieg

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0