Aue in Heidenheim: Längst kein normales Fußballspiel mehr

Aue - Es ist erst das zehnte Mal, dass Heidenheim und Aue am Sonntag die Klingen kreuzen. Sechsmal zweite Liga, zweimal dritte und einmal DFB-Pokal.

Eine Institution in Heidenheim: Frank Schmidt
Eine Institution in Heidenheim: Frank Schmidt  © DPA

Doch bereits jetzt kann man über die Duelle ein Buch schreiben. Was zwischen dem 1. FCH und dem FCE passierte, schaffen andere Vereine in 20 Jahren nicht. Die MOPO hat einige Anekdoten zusammengetragen.

Immer Frank Schmidt

Im August 2009 mussten die "Veilchen" erstmals auf die Ostalb - in der 3. Liga. FCH-Trainer war damals Frank Schmidt, und er ist es immer noch. Er wiederum durfte bei jedem Auer Gastspiel in seinem Wohnzimmer einen neuen Kollegen begrüßen: 2009 Rico Schmitt, 2015 Tommy Stipic, 2016 Pavel Dotchev und 2017 Thomas Letsch. Domenico Tedesco erlebte er nie, Hannes Drews nur im Rückspiel der Vorsaison in Aue. Am Sonntag lernt er Daniel Meyer kennen.

Schnatterer und Männel

Was Martin Männel für Aue, ist Marc Schnatterer für Heidenheim: Ein Vereinsdenkmal. Es gab noch keine Partie gegeneinander, wo diese beiden fehlten. Auch eine Geschichte dieses Duells. Längst sind sie Kapitäne ihrer Mannschaft. Kurios: Schnatterer traf in der 2. Liga noch nicht gegen Aue, Männel aber gegen Heidenheim.

Die Vereinsdenkmäler Martin Männel (l.) und Marc Schnatterer.
Die Vereinsdenkmäler Martin Männel (l.) und Marc Schnatterer.  © Imago

Abstieg 2015

Der Männel-Treffer war allerdings bitter. Es war das 2:2 im letzten Spiel der Saison 2014/15. Aue hätte gewinnen müssen, um die Klasse zu halten. Es fehlte ein Tor, der FCE stieg ab. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg zwölf Monate später bestritt Aue sein Comeback - na klar - in Heidenheim und verlor 0:1. Im Rückspiel gewann Aue überhaupt zum ersten Mal gegen diesen Gegner. Das 2:1 erzielte Dimitrij Nazarov in der Nachspielzeit.

Doppelter Einsatz

Der 1. Spieltag der Saison 2017/18 war gar lustig. Die DFL schickte Aue wieder zum Start nach Heidenheim. Aue kam bei 30 Grad im Schatten im Stadion an, fuhr bei 28 Grad im Schatten zwei Stunden später ab. Dazwischen gab es ein selten erlebtes Unwetter mit Blitz, Donner und unglaublichen Wassermassen. Es regnete 15 Minuten lang quer über der Voith-Arena. Die Partie wurde nach elf Minuten abgebrochen. Neun Tage später fuhr Aue wiedermal nach Heidenheim - und verlor 1:2.

Blitz, Donner und unglaubliche Wassermassen: Ende Juli 2017 ging die Welt in Heidenheim unter.
Blitz, Donner und unglaubliche Wassermassen: Ende Juli 2017 ging die Welt in Heidenheim unter.  © picture point/Sven Sonntag

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