"FCK ist tot": Lautern-Fans nach Rausschmiss von Torwart-Legende Ehrmann außer sich

Kaiserslautern - Auf dem Betzenberg brodelt es mal wieder. Am Dienstag protestierten Fans des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern gegen den Rausschmiss des beliebten Torwarttrainers Gerry Ehrmann (61).

Kaiserslauterns Torwart Lennart Grill betrachtet den dichten weiß-roten Rauch auf Kaiserslauterns Westkurve im Hinspiel gegen Waldhof Mannheim.
Kaiserslauterns Torwart Lennart Grill betrachtet den dichten weiß-roten Rauch auf Kaiserslauterns Westkurve im Hinspiel gegen Waldhof Mannheim.  © Uwe Anspach/dpa

So versammelten sich am Dienstag zirka 150 Anhänger auf dem Trainingsplatz der Lautrer, wovon ungefähr 20 lautstark ihren Unmut äußerten. Auch die Polizei war vor Ort. Dies berichtete ein Reporter des Radiosenders "DasDing" in einer "Instagram"-Story.

Auf einem Video auf Twitter ist außerdem zu sehen, wie einige wütende Anhänger "Schommers raus!" und "Schommers, verpiss dich!" riefen. Bei Boris Schommers handelt es sich um den aktuellen Trainer des Drittligisten, der mit Lauterns Torwartlegende Ehrmann in Streit geraten ist.

Ehrmann soll Schommers vor der Partie gegen den FSV Zwickau mehrfach beleidigt und dem gesamten Trainerteam sogar gedroht haben, wie der FCK am Montag in einer Pressemitteilung verkündete. Außerdem soll er seine Arbeit verweigert haben.

Der entlassene Torwarttrainer sieht dies jedoch ganz anders und will nun den Verein verklagen: "Ich bin geschockt und traurig, dass das jetzt solche Ausmaße angenommen hat", sagte Ehrmann gegenüber "Sport1".

Streit beim 1. FC Kaiserslautern droht ausgerechnet vor dem Derby gegen Waldhof Mannheim zu eskalieren

Seine Entlassung sorgt für Ärger rund um den Betzenberg: Lauterns ehemaliger Torwarttrainer Gerry Ehrmann.
Seine Entlassung sorgt für Ärger rund um den Betzenberg: Lauterns ehemaliger Torwarttrainer Gerry Ehrmann.  © Guido Kirchner/dpa

"Ich habe niemanden beleidigt und auch nicht die Arbeit verweigert. Das ist erfunden und erlogen. Nochmal: Ich habe niemanden beleidigt und niemanden bedroht. Das ist eine absolute Frechheit, was in der Pressemitteilung steht", wehrte sich der 61-Jährige.

Und die Reaktionen auf dem Trainingsplatz in Kaiserslautern am Dienstag zeigten: Teile der Fans stehen hinter ihrer Torwartlegende.

"36 Jahre Treue + Erfolg. Verabschiedet als Arbeitsverweigerer + Assi. FCK=tot", war auf einem Transparent beim Training zu lesen. Auf einem weiteren Plakat stand: "Ein Dschungel ohne Tarzan ist nichts wert!". "Tarzan" wird Ehrmann von FCK-Fans aufgrund seines muskulösen Körpers genannt.

Zwischen 1984 und 1998 stand der inzwischen 61-Jährige beim FCK selbst im Tor, danach arbeitete er als Torwarttrainer bei den Roten Teufeln. Aufgrund seiner Treue und seiner Erfolge wurde er auf dem Betzenberg zur Legende. Unter anderem schafften die Torhüter Kevin Trapp, Tim Wiese und Roman Weidenfeller unter Ehrmann den Durchbruch.

Der Streit um die Ehrmann-Entlassung kommt beim FCK zur absoluten Unzeit. Die Roten Teufel kämpfen aktuell um den Klassenerhalt in der 3. Liga und am Samstag steht das wichtige Südwest-Derby gegen Waldhof Mannheim an (14 Uhr).

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