FDP-Generalsekretärin Teuteberg wirft AfD und Linke Geschichtsverfälschung vor

Berlin - FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg hat vor einer Geschichtsklitterung bei den Landtagswahlkämpfen in Ostdeutschland gewarnt.

FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg wirft mit schweren Vorwürfen.
FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg wirft mit schweren Vorwürfen.  © dpa/Bernd von Jutrczenka

"AfD und Linke betreiben im Moment in einer bemerkenswerten Allianz Geschichtsverfälschung", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Das sei unter anderem beim Thema Treuhand-Untersuchungsausschuss zu erleben. "Da sollen Ursache und Wirkung verkehrt werden. Es wird so getan, als wenn die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Ostdeutschlands ihre Ursache in der Entwicklung seit 1990 hätten. Dabei liegen sie in erster Linie an der Staats- und Planwirtschaft des SED-Regimes vor 1989 und deren weitreichenden Folgen."

Am 1. September werden in Brandenburg und Sachsen neue Landtage gewählt, am 27. Oktober in Thüringen. Die AfD fährt eine Wahlkampagne unter dem Motto "Wende 2.0". Die AfD-Landesvorsitzenden von Brandenburg und Thüringen, Andreas Kalbitz und Björn Höcke, stammen zwar aus Westdeutschland und hatten mit der friedlichen Revolution nichts zu tun, machen damit aber nun im Osten Wahlkampf.

"Das ist natürlich absurd und auch eine ziemliche Unverschämtheit, sich anzumaßen, allein für Ostdeutschland zu sprechen und die Deutungshoheit haben zu wollen über die friedliche Revolution und über das, was in Ostdeutschland passiert", sagte Teuteberg. Es helfe auch den Menschen nicht weiter, "irgendwelche Mythen zu verbreiten, die weder etwas mit der Realität zu tun haben, noch dabei helfen, die Herausforderungen der Zukunft gut zu bewältigen".

Die FDP setzt in den Wahlkämpfen nach Angaben ihrer Generalsekretärin auf Themen wie Wirtschaft, Bildung und Rechtsstaat. In Ostdeutschland seien zum Beispiel viele Bürger sehr sensibel, was Einschränkungen ihrer Bürgerrechte und ihrer persönlichen Lebensführung durch staatliche Überwachung und Bevormundung angeht.

"Und gleichzeitig haben sie eine klare Erwartung an einen Staat, der geltendes Recht durchsetzt, Migration wirksam steuert, eine funktionierende Infrastruktur bereitstellt und sich bei seinen Kernaufgaben als funktionsfähig erweist."

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