FDP will bei Ministerpräsidentenwahl den Plenarsaal verlassen

Erfurt - Die Thüringer FDP-Fraktion will bei der Ministerpräsidentenwahl am Mittwoch den Plenarsaal verlassen, um ihre Ablehnung sowohl über den Linke-Politiker Bodo Ramelow (64) als auch den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke (47) auszudrücken.

Thomas Kemmerich (55, Mitte) war im Februar überraschend zum Ministerpräsidenten gewählt worden, trat nach drei Tagen wieder zurück.
Thomas Kemmerich (55, Mitte) war im Februar überraschend zum Ministerpräsidenten gewählt worden, trat nach drei Tagen wieder zurück.  © DPA

"Wenn Sie dokumentieren wollen, dass Sie beide Kandidaten ablehnen, können Sie an dem Wahlgang nicht teilnehmen", sagte der Sprecher der Thüringer FDP-Fraktion, Thomas Philipp Reiter, am Dienstag.

Reiter argumentierte, dass die Stimmzettel keine Nein-Stimmen vorsähen.

"Eine Enthaltung ist kein Nein", erklärte er. Nach seinen Angaben gibt es einen Fraktionsbeschluss dazu.

Die FDP-Fraktion im Thüringer Landtag hat fünf Abgeordnete, von denen einer der geschäftsführende Ministerpräsident Thomas Kemmerich ist.

Der 55-Jährige war am 5. Februar mit Stimmen von AfD, CDU und FDP gewählt worden und drei Tage später aufgrund des öffentlichen Drucks zurückgetreten.

Björn Höcke (47, links) und Bodo Ramelow (64) stehen am Mittwoch zur Wahl. (Bildmontage)
Björn Höcke (47, links) und Bodo Ramelow (64) stehen am Mittwoch zur Wahl. (Bildmontage)  © dpa/dpa

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