Stahlseil-Anschlag auf Radfahrer!

So fand die Polizei das Fahrrad vor.
So fand die Polizei das Fahrrad vor.

Von Bernd Rippert

Zwickau - Der dramatische Fall sorgte für Aufsehen: Unbekannte spannten nachts ein Stahlseil und brachten einen Fahrradfahrer zum Sturz.

Jetzt fand MOPO24 das Anschlagsopfer, Matthias Rudat (52). Der Zwickauer wurde verletzt und setzt 200 Euro Belohnung für Hinweise auf die feigen Täter aus.

Rudat radelte nachts nach einem Abend mit Freunden nach Hause.

„Ich bog in einen dunklen Weg zum Dr.-Friedrichs-Ring ein“, erinnert sich Rudat. „Plötzlich gab es einen Ruck, dann gingen bei mir die Lichter aus. Erst im Krankenwagen kam ich wieder zu mir und erfuhr, dass ich gegen ein Seil gefahren war.“

Matthias Rudat zeigt die Stelle, an der das Stahlseil gespannt war.
Matthias Rudat zeigt die Stelle, an der das Stahlseil gespannt war.

Die Folgen waren schlimm, Schädel-Hirn-Trauma, angerissene Bänder in der Schulter, Krankschreibung bis Juni. Matthias Rudat hatte tagelang einen schmerzhaften Brummschädel.

Von der Polizei erfuhr das Opfer, dass das Stahlseil zwischen einer Dachrinne und einem Mast festgezurrt war. Ein Polizeisprecher: „Da wollte jemand einen Menschen gezielt verletzen. Die Tat hätte noch viel schlimmer ausgehen können.“

Matthias Rudat will jetzt Anzeige gegen die Täter erstatten. Damit sich mehr Menschen als Zeugen melden, setzt er privat eine Belohnung aus: „Wenn jemand zur Festnahme der Täter beiträgt, zahle ich ihm 200 Euro.“

Auch die Polizei ermittelt – wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Das Seil war zwischen der Dachrinne und einem Mast festgezurrt.
Das Seil war zwischen der Dachrinne und einem Mast festgezurrt.

Fotos: propicture/Ralph Köhler, Polizei


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