Nach Konzert-Absage: "Feine Sahne Fischfilet" sorgen für Zoff im Landtag

Dessau/Magdeburg - Die Konzertabsage an "Feine Sahne Fischfilet" durch das Dessauer Bauhaus sorgt weiter für Wirbel. Am Mittwoch diskutierte sogar der Landtag Sachsen-Anhalts über das Verbot. Dabei wurden einmal mehr die beiden Extreme der Debatte deutlich.

"Feine Sahne Fischfilet"-Frontmann Jan "Monchi" Gorkow beim Rock im Park.
"Feine Sahne Fischfilet"-Frontmann Jan "Monchi" Gorkow beim Rock im Park.  © DPA

Denn während die einen eine Zensur in dem Vorfall sehen, schimpften andere über "linke Hetze".

So habe Grünen-Politiker Sebastian Striegel von einem "Verrat der Bauhaus-Ideal" gesprochen, wie die "Bild" schreibt. "Was hier passiert ist, ist nichts anderes als Zensur", wird Linken-Kulturpolitiker Stefan Gebhardt zitiert.

Marcus Spiegelberg von der AfD, angeblich ein Befürworter der Konzertabsage, ließ sich hingegen über die "linksextreme Hetzband" aus, während Detlef Gürth (CDU) gesagt haben soll: "Es ist ein Skandal, dass auf dem Rücken des Bauhauses eine Werbekampagne für eine linksextreme Band gefahren wird.“

Der Auftritt der Punkband sollte am 6. November als Teil der Konzertreihe "zdf@bauhaus" im geschichtsträchtigen Dessauer Bauhaus stattfinden, wurde jedoch aufgrund des Drucks rechter Gruppierungen durch die Stiftung Bauhaus abgesagt. Das Verbot löste eine Welle der Kritik sowohl von politischer als auch künstlerischer Seite aus. Der Berliner Clemens Krauss erklärte gar, seine Werke aus dem Haus abziehen zu wollen.

"Feine Sahne Fischfilet" betonten indes, dass sie am 6. November trotzdem in Dessau spielen wollen (TAG24 berichtete).

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