Rodel-Star Felix Loch blickt zurück auf seine Kindheit

Schönau/Sonneberg - Nach seinem fatalen Patzer 2018 in Pyeongchang will der dreimalige Rodel-Olympiasieger Felix Loch in Peking noch einmal angreifen. Das Ziel für 2022 ist klar.

2018 stürzte Felix Loch in der Bahn, bei den nächsten Spielen soll das anders werden.
2018 stürzte Felix Loch in der Bahn, bei den nächsten Spielen soll das anders werden.  © DPA

Nach dem verpassten Gold-Hattrick will der 30-Jährige das dritte Einzel-Gold. "Die Bahn ist ganz interessant, endlich ist mal wieder ein Kreisel dabei. Im Moment passt alles ganz gut. Körperlich hab ich keine Probleme, ich bin relativ gut an meinen Bestwerten dran", sagte Loch in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.

Im 30. Jahr nach dem Mauerfall gibt der gebürtige Thüringer auch Einblicke in seine Kindheit. "Ich fühle mich als Bayer, auf jeden Fall. Ich kenne es ja nicht anders, meine ersten Erinnerungen sind irgendwo im Kindergarten", meinte der Ausnahme-Rodler, der mit Papa Norbert im Alter von zwei Jahren von Sonneberg nach Bayern an den Königssee zog.

Der 95-Kilo-Athlet kann sich genau an seine Anfänge im Eiskanal erinnern. "Ich bin im Jugend- oder Kinder-Bereich immer hinterhergefahren. Ich war auch nur ein Strich in der Landschaft, kein Gewicht drauf und alle anderen sind mir um die Ohren gefahren. Wenn ich mir das heute so überlege, hätte ich eigentlich damals sagen müssen: ich lasse es", sagte der heutige Polizeihauptmeister.

Trotz seines schweren Sturzes 2008 in Whistler blendet er die Angst im Eiskanal aus. "Wenn ich mich da oben hinsetze und sage, ich habe zuhause Frau und zwei Kinder, es könnte ja was passieren, dann bräuchte ich nicht fahren", betonte er. "Wenn die Ampel grün wird, will ich nur sauber runterkommen und alles geben. Da gibt es keine Gedanken über hätte, wäre, wenn."

Körperlich fühle sich Felix Loch sehr gut.
Körperlich fühle sich Felix Loch sehr gut.  © DPA

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Thüringen Kultur & Leute:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0