Dramatische Minuten: Fensterputzer hängt an Drahtseil und schwebt in Lebensgefahr

Edmonton - Wer mit Akrophobie zu kämpfen hat, der sollte vielleicht noch einmal innehalten und sich fragen, ob er sich die folgende Geschichte eines Fensterputzers aus dem kanadischen Edmonton wirklich antun will. Sie ist es wert, jedoch nichts für schwache Nerven.

Fensterputzer haben durchaus einen gefährlichen Job. (Symbolbild).
Fensterputzer haben durchaus einen gefährlichen Job. (Symbolbild).  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Wer Fensterputzer ist, der darf kein Problem mit Höhe haben. Nicht selten kommt es vor, dass man in schwindelerregenden Höhen seine Arbeit verrichten muss.

Dass man dazu auch oftmals mit teils schwierigen Witterungsbedingungen zu kämpfen hat, mussten zwei Männer an einem Büro-Tower in Edmonton nun auf dramatische Weise miterleben.

Die beiden Reinigungskräfte verrichteten am Stantec-Tower ihre Arbeit. Bei schwierigem stürmischen Wetter mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometer pro Stunde, geriet der Putzkran dann plötzlich in Turbulenzen. Er löste sich von der Glasfassade des Bürokomplexes und fing immer mehr an zu schwingen.

Mit der Zeit wirbelte die Plattform dann völlig unkontrolliert durch die Luft, prallte mehrmals an die Glasfront und beschädigte dabei einige Fensterscheiben des Towers. Mittendrin zwei der Fensterputzer. Und als wäre diese Achterbahnfahrt nicht genug, kam es für einen der beiden noch dicker: Er verlor scheinbar irgendwann das Gleichgewicht und flog von der Plattform!

Nur ein herunterhängendes, loses Drahtseil entschied fortan über sein Leben, bei Sturmböen und 20 Meter über dem Boden. Ein Sturz hätte wohl den sicheren Tod des Mannes bedeutet. Ein Drahtseilakt, im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Kran konnte gesichert werden, Mann baumelt 20 Minuten in der Luft

Wie eine Augenzeugin "metro" erzählte, war es Glück für den Mann, dass der Kran noch rechtzeitig gesichert werden konnte: "Wenn es so weitergegangen wäre, wäre er wohl ins Gebäude hineingeschleudert worden und er hätte das möglicherweise nicht überlebt", so die Frau.

Herbeigerufene Feuerwehrleute sicherten zunächst den Kran und befreiten im Anschluss beide Männer aus deren gefährlicher Lage. Mit einem Drehleiterwagen wurde zunächst der am Kran baumeldende Mann und anschließend sein Kollege in Sicherheit gebracht. 20 wohl unfassbar lang wirkende Minuten schaukelte der Mann in der Luft, bevor er letztlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

Beide Männer kamen mit dem Schock davon und blieben glücklicherweise unverletzt.

Hier ein Video mit den spektakulären Bildern


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