Über 100 Festnahmen und mehrere verletzte Polizisten bei Demonstrationen in Berlin

Am Sonnabend marschierten hunderte Anhänger der "Identitären Bewegung durch Berlin.
Am Sonnabend marschierten hunderte Anhänger der "Identitären Bewegung durch Berlin.  © DPA

Berlin - Am Sonnabend gab es gleich drei Demonstrationen, die die Stimmung in der Hauptstadt ordentlich aufheizten.

Während in Moabit eine Kurden-Demo mit 300 Teilnehmern stattfand, startete am Samstagvormittag in Wedding der Aufmarsch der rechten Gruppierung "Identitäre Bewegung", der mehrere hundert Anhänger folgten. Dagegen protestierten etwa 1400 Demonstranten.

Obwohl die vom Verfassungsschutz beobachtete "Identitäre Bewegung" bis zum Hauptbahnhof marschieren wollten, wurden sie an der Ecke Stralsunder Straße durch eine größere Sitzblockade gestoppt.

Als die Gegner die Absperrungen der Polizei in der Brunnenstraße durchbrechen wollten, setzte die Beamten Pfefferspray ein.

Nach der Demo kam es am U-Bahnhof Gesundbrunnen immer wieder zu Auseinandersetzung zwischen beiden Gruppierungen.

Bei den Demos in Moabit und Gesundbrunnen gab es 112 Festnahmen. Bei 74 Personen wurden Strafermittlungsverfahren, unter anderem wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte oder gefährlicher Körperverletzung, eingeleitet.

19 Polizisten wurden bei den Demonstrationen verletzt.


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