Zehn Brände in einem Jahr! Lange Haftstrafe für den Plattenbau-Zündler von Prohlis

Dresden - Der Feuerteufel von Prohlis muss sieben Jahre und zwei Monate hinter Gitter. So entschied das Landgericht Dresden jetzt über Heino E. (34), der an der Finsterwalder Straße zehnmal zündelte. Zusätzlich muss wurde die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet.

Heino E. wurde jetzt verurteilt.
Heino E. wurde jetzt verurteilt.  © Thomas Türpe

Zwischen November 2016 und Oktober 2017 fackelte es nachts im Wohnhaus von Heino E. immer wieder. Auch im Nachbarhaus, wo seine Mutter wohnte, zündete der einschlägig vorbestrafte Alkoholiker ein Sofa an, brachte so immer wieder die Mieter in massive Gefahr und um den Schlaf.

Im Prozess gestand nur der Feuerteufel nur eine Tat. Logisch: Denn er wurde von der zwischenzeitlich installierten Kamera gefilmt, als er im Hausflur Papier anzündete. "Wir sind aber überzeugt, dass sie alle anderen Brände auch gelegt haben", so der Richter.

Wichtigstes Indiz: "Bis Sie dort einzogen, brannte es nicht. Seit Sie in U-Haft sitzen, brannte es dort nie wieder", so der Richter zu Heino, der das Urteil kopfschüttelnd entgegennahm.

"Am perfidesten war Ihre letzte Tat", so der Richter. "Sie zündeten einen Kinderwagen an, der brannte komplett ab. Sowas muss man wollen! Hätten Sie ausschließen können, dass da vielleicht nicht doch ein Kind drin liegt?"

Bei dem Brand schlugen die Flammen so hoch, dass die Überwachungskamera demoliert wurde ...

Titelfoto: Thomas Türpe


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