Feuerwehr rettet Flüchtlingsfamilie aus brennendem Wohnhaus

Pönitz - Um 3 Uhr in der Nacht fing die Flüchtlingsunterkunft plötzlich Feuer. Als die Einsatzkräfte eintrafen, schlugen bereits dichter Qualm und Flammen aus dem Gebäude.

Das Feuer breitete sich schnell bis zum Dach aus.
Das Feuer breitete sich schnell bis zum Dach aus.  © Arne Jappe

Das Feuer breitete sich schnell aus, bis unter das Dach. Immer wieder flammten neue Glutnester auf, die enorme Hitze erschwerte den Feuerwehrleuten die Löscharbeiten.

„Anfangs konnten wir nicht in das Obergeschoß vordringen, weil es einfach zu heiß war“, sagte Gemeindewehrführer Patrick Bönig.

Über eine Drehleiter gelang es den Einsatzkräften aber von außen die Dachhaut zu öffnen und an die Brandnester zu kommen.

Erschwerend kam hinzu, dass die Wasserversorgung durch das Hydrantennetz nicht ausreichend gesichert war. Die Feuerwehr musste mehrere hundert Meter Schlauch legen.

Insgesamt acht Personen wurden aus dem Wohnhaus gerettet - zwei Frauen und sechs Kinder. „Augenscheinlich sind alle Personen unverletzt. Wir haben ein Großaufgebot vom Rettungsdienst hier vor Ort“, erklärte Bönig.

Wie es zu dem Feuer kam, ermittelt seit den Morgenstunden die Kriminalpolizei. Über die Brandursache und die Schadenshöhen wurden noch keine Angaben gemacht.

Wie und wo die Flüchtlingsfamilie nun untergebracht wird, entscheidet die Gemeinde Scharbeutz im Laufe des Donnerstags.

Update, 13 Uhr: Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass das Feuer in einem Schlafzimmer ausgebrochen sei und von den Kindern entdeckt wurde.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand kann eine Fremdeinwirkung oder Brandlegung sowie ein fremdenfeindlicher Hintergrund ausgeschlossen werden.

Die Feuerwehr bekam den Brand im Dachstuhl unter Kontrolle.
Die Feuerwehr bekam den Brand im Dachstuhl unter Kontrolle.  © Arne Jappe

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