Feuerwehr räumt Mehrfamilienhaus und erlebt riesige Überraschung

Hamburg - In der Nacht zu Mittwoch hat es in Hamburg-Wilhelmsburg einen Feuerwehreinsatz in der Straße "Auf der Höhe" gegeben. Verletzt wurde niemand.

40 Männer mussten in der Nacht aus einem Wohnhaus gebracht werden.
40 Männer mussten in der Nacht aus einem Wohnhaus gebracht werden.  © Blaulicht-News.de

Anwohner hatten gegen 23.40 Uhr die Feuerwehr gerufen, weil sie Rauch im Treppenhaus entdeckt hatten.

Die Einsatzkräfte konnten das Feuer, das im Keller ausgebrochen war, schnell löschen. Nach ersten Informationen der Feuerwehr hatte eine Erdgas-Heizungsanlage aus bisher unbekannter Ursache gebrannt.

Brandursache war nach Angaben der Polizei ein Kurzschluss am Heizkessel. Dieser habe eine Plastikverkleidung zum Glimmen gebracht.

Die Bewohner des Hauses wurden aus dem Gebäude geführt, doch dabei erlebten die Einsatzkräfte eine riesige Überraschung: Denn wie die Feuerwehr am Mittwochmorgen mitteilte, waren es gleich 40 männliche Personen, die sich in den Wohnräumen aufgehalten hatten.

Die Bewohner warteten bei Minusgraden und in teilweise kurzen Hosen und Sandalen auf das Ende der Löscharbeiten.

Entgegen erster Medienberichte konnten auf Nachfrage von TAG24 weder eine Sprecherin des Bezirksamts-Mitte noch ein Sprecher der Polizei Hamburg bestätigen, dass die Bewohner in Notunterkünfte gebracht werden mussten.

Im Gegenteil: Laut Polizei konnten alle Männer nach Ende der Löscharbeiten gegen 1.15 Uhr zurück in ihre Wohnungen.

In der Nacht zu Mittwoch musste die Feuerwehr Hamburg in Wilhelmsburg ausrücken.
In der Nacht zu Mittwoch musste die Feuerwehr Hamburg in Wilhelmsburg ausrücken.  © DPA

Es habe sich nach Angaben des Polizeisprechers auch ausdrücklich nicht um eine Evakuierung, sondern um eine einfache Räumung des Gebäudes gehandelt. Das Bezirksamt sei demnach gar nicht beteiligt gewesen.

Unklar ist dennoch, ob alle Bewohner auch legal dort wohnen dürfen. Wie die Mopo berichtet, soll es sich bei den Männern um osteuropäische Billigarbeiter handeln. Auch dies konnte der Polizeisprecher gegenüber TAG24 nicht bestätigen. Aktuell gebe es auch keine weiteren polizeilichen Ermittlungen in dem Fall.

Vor rund einem Jahr hatte es in einer angrenzenden Straße einen Fall gegeben, bei dem fast 100 Menschen illegal untergebracht worden waren.

Ob es sich bei dem Haus "Auf der Höhe" um einen Fall dieser Art handelt, muss jetzt überprüft werden.

Laut Augenzeugen sollen einige Zimmer mit Betten zugestellt gewesen sein. Bei einem akuten Brandfall kann so etwas Leben kosten.

Titelfoto: Blaulicht-News.de

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