Wenn die Feuerwehr per Anhalter zum Einsatz fährt

Auf zum Einsatz! Doch der Weg von der Versammlung zum Gerätehaus war zu weit.
Auf zum Einsatz! Doch der Weg von der Versammlung zum Gerätehaus war zu weit.  © Thomas Türpe

Dresden - Was soll man als Feuerwehrmann nur machen, wenn die Sirene schellt, das Gerätehaus aber zu weit weg zum Laufen ist

Zwei Kameraden der Neschwitzer Feuerwehr kamen da auf eine ausgefallene Idee und hatten sogar Erfolg.

„Wir hatten gerade Jahreshauptversammlung“, sagt Enrico Wetzko (27) von der Freiwilligen Feuerwehr Neschwitz. „Plötzlich ging die Sirene los. Ein Passant hatte Rauch im Sportlerheim gemeldet.“ Nun hieß es: schnell zum Gerätehaus, umziehen und Ausrücken.

„Eigentlich war unsere Wehr ja für den Abend abgemeldet, aber nun mussten wir trotzdem los“, so Wetzko. „Allerdings waren viele ohne Auto da.“ Zum Gerätehaus war es ein knapper Kilometer. Nicht weit, aber wenn es um Sekunden geht, keine Strecke für einen Fußmarsch. „Einige Kameraden konnten sich noch ein Wagen leihen, andere wurden von einem vorbeikommenden Autofahrer mitgenommen.“

Wetzko und ein weiterer Feuerwehrmann hatten nicht so viel Glück. „Da haben wir uns an den Kreisverkehr gestellt und gewartet, dass uns jemand mitnehmen kann“, sagt er. „Tatsächlich kam dann der Bus, hat uns aufgesammelt und zum Gerätehaus gefahren.“

Ein Ticket mussten die beiden dabei nicht kaufen. „Wir würden uns gern nochmal beim Bus- und dem Autofahrer bedanken“, so der Feuerwehrmann. „Sie sollen sich einfach bei der Feuerwehr melden.“

Die Rauchentwicklung im Sportlerheim war übrigens Fehlalarm.

Feuerwehrmann Enrico Wetzko (27) eilte per Anhalter zum Gerätehaus.
Feuerwehrmann Enrico Wetzko (27) eilte per Anhalter zum Gerätehaus.  © Thomas Türpe

Titelfoto: Thomas Türpe


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