Kurioser Einsatz bei Grimma: Feuerwehr rückt an, weil der Schornstein brennt

Bahren/Grimma - Die Freiwilligen Feuerwehren aus Grimma und Hohnstädt (Landkreis Leipzig) waren Dienstagabend zu einem besonders kuriosen Einsatz ausgerückt. An einem Haus an der Trakehner Straße in Bahren bei Grimma war der Schornstein in Brand geraten.

Kurioser Einsatz am Dienstagabend in Bahren.
Kurioser Einsatz am Dienstagabend in Bahren.  © Sören Müller

Anwohner hatten gegen 22 Uhr Funkenschlag aus einem Schornstein bemerkt und daraufhin die Hauseigentümerin verständigt. Diese wiederum alarmierte die Rettungskräfte. Kurz darauf waren die Feuerwehren aus Grimma und Hohnstädt auch schon herbeigeeilt.

Von außen war zunächst nichts zu sehen. Dennoch gingen die Kameraden auf Nummer sicher.

Wasserversorgung wurde aufgebaut. Gleichzeitig überprüfte ein Trupp von innen die komplette Heizungsanlage samt Schornstein mit der Wärmebildkamera auf mögliche Schwelbrände oder Ähnliches. Weitere Kameraden verschafften sich mithilfe der Drehleiter der Grimmaer Feuerwehr Zugang zum Schornstein.

Dort fand sich des Rätsels Lösung: An den Innenwänden des Schornsteins hatte sich sogenannter "Glanzruß" abgelagert. Dieser entsteht, wenn große Mengen Material bei zu wenig Verbrennungsluft oder feuchtes Holz verbrannt werden. Das Problem: Der Ruß ist brennbar und kann sein Volumen beim Verbrennen um bis das 15-Fache vergrößern.

Durch die Feuerwehr wurde die "Glut" entfernt, die Heinzungsanlage außer Betrieb genommen und dem zuständigen Schornsteinfeger übergeben.

Ein Schornstein war in Brand geraten. Der Grund dafür: sogenannter "Ganzruß".
Ein Schornstein war in Brand geraten. Der Grund dafür: sogenannter "Ganzruß".  © Sören Müller

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