Silvester ohne Böller? Viele Städte verbieten Feuerwerke!

München - Viele große bayerische Städte erlassen an Silvester ein Verbot von Feuerwerkskörpern oder erweitern bestehende Beschränkungen.

Werden Böller und Feuerwerk bald völlig aus den Städten verbannt? (Symbolbild)
Werden Böller und Feuerwerk bald völlig aus den Städten verbannt? (Symbolbild)  © Marc Müller/dpa

Vor allem in der Nähe von brandgefährdeten und historischen Gebäuden oder an besonders belebten Plätzen.

Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter größeren bayerischen Städten ergeben.

Die Stadt München etwa beruft sich in diesem Jahr auf eine Gefahreneinschätzung der Polizei und erlässt ein Feuerwerksverbot in der Altstadt und Fußgängerzone.

In Augsburg gibt es in der Innenstadt schon seit vielen Jahrzehnten ein Böllerverbot, 2017 wurde es erweitert. In Ingolstadt sind Feuerwerke laut Stadtratsbeschluss heuer in der gesamten Altstadt untersagt.

Ob Freising, Bamberg, Würzburg oder Passau: In vielen Städten ist Feuerwerk in der Innenstadt verboten - zumindest auf Areale begrenzt.

Der Verband der pyrotechnischen Industrie sieht das erwartungsgemäß kritisch: "Feuerwerk als kulturelles Gut ist aus unserer Sicht unbedingt zu erhalten", teilte ein Sprecher mit.

Innerstädtische Verbote würden Chaoten nicht davon abhalten, andernorts gegen das Gesetz zu verstoßen. Es seien auch nicht nur Feuerwerkskörper, die an Silvester Schaden anrichteten. "Viele Einsätze zur Jahreswende sind auch mit Körperverletzungen und anderen Straftaten verbunden, die nicht auf das Feuerwerk zurückzuführen sind."

Gute Erfahrungen mit einem Verbot hat man in Landshut gemacht - statt Feuerwerk gibt es wieder eine Lasershow, wie es von der Stadt hieß.

In Nürnberg gilt wegen einer Veranstaltung heuer zusätzlich ein Verbot auf dem Hauptmarkt. Wer trotzdem böllert oder Raketen abschießt, muss mit Geldbußen bis zu 10.000 Euro rechnen.

Der Verband der pyrotechnischen Industrie sieht die Entwicklung kritisch. (Archiv)
Der Verband der pyrotechnischen Industrie sieht die Entwicklung kritisch. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

Mehr zum Thema München Lokal:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0