Verkauf von Feuerwerk ist gestartet: Hier darf in Thüringen nicht geböllert werden

Erfurt - In Thüringen hat der Verkauf von Silvesterfeuerwerk begonnen. Seit Samstag gehen in vielen Geschäften Raketen, Böller und Feuerwerksbatterien über die Ladentheke.

In den meisten Geschäften kann man nun Raketen und Co. kaufen.
In den meisten Geschäften kann man nun Raketen und Co. kaufen.  © DPA

Der TÜV Thüringen warnte derweil vor dem Zünden illegal eingeführter Feuerwerkskörper aus dem Ausland, die nicht der hiesigen Norm entsprächen. "Durch illegale Feuerwerkskörper werden jedes Jahr schwere Unfälle verursacht", hieß es in einer Mitteilung.

Generell solle Wundsalbe und Verbandsmaterial in der Hausapotheke bereitgehalten werden. Denn durch Feuerwerkskörper komme es jedes Jahr immer wieder nicht nur zu Knalltraumata, sondern auch zu Verletzungen an Händen und Augen.

Gezündet werden dürfen Raketen und Böller nur an Silvester und Neujahr. Außerdem ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in direkter Nähe zu Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- sowie Altersheimen und besonders brandgefährdeten Gebäuden verboten.

In einigen Thüringer Städten gibt es zudem entsprechende Sperrzonen rund um historische Gebäude wie Schloss Friedenstein in Gotha, der historischen Altstadt von Weimar sowie an Schloss Heidecksburg in Rudolstadt. In neun Städten ist es generell untersagt, Feuerwerke in der Innenstadt zu zünden:

  • Bad Blankenburg
  • Bad Langensalza
  • Gotha
  • Rudolstadt
  • Saalfeld
  • Schleusingen
  • Dingsleben
  • Wasungen
  • Weimar

In Erfurt hat die Stadt zudem darauf hingewiesen, dass auf de Domplatz, der Krämerbrücke und in der Altstadt nicht geböllert werden darf, denn hier sind die historischen Fachwerkhäuser in der Nähe und durch die Knaller in Gefahr. In allen Städten wurde eine offizielle Zone eingerichtet, in der nicht geknallt werden darf - genaue Hinweise zu den jeweiligen Straßen gibt es in den Amtsblättern.

Der TÜV erinnerte auch daran, dass Feuerwerk der Kategorie 2 dem Sprengstoffgesetz unterliege und nichts in den Händen von Kindern und Jugendlichen zu suchen habe. Es darf nur von Menschen über 18 Jahren gezündet werden.

Das Bundesumweltamt verwies ebenfalls auf die Schattenseiten der Silvesterknallerei: Neben Verletzungen und Müllbergen würden dadurch Wildtiere gestört und große Mengen Feinstaub in die Luft geblasen.

Am ersten Tag des neuen Jahres sei die Luftbelastung mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub vielerorts so hoch wie sonst im gesamten Jahr nicht, hieß es von der Behörde.

Titelfoto: DPA

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