Was hat sich Fridays For Future nur bei diesem Großeltern-Tweet gedacht?

Deutschland - Die Klimabewegung "Fridays For Future" (FFF) schockte am heutigen Montag Twitter-User mit einem üblen Posting.

Greta Thunberg ist die Anführerin der weltweiten Klimabewegung (Symbolbild).
Greta Thunberg ist die Anführerin der weltweiten Klimabewegung (Symbolbild).  © dpa/Pontus Lundahl/TT News Agency/AP

"Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein?", fragten die Klimaschützer des deutschen "Fridays For Future"-Verbands auf Twitter und ergänzten die Frage um folgenden Skandal-Satz: "Die sind doch eh bald nicht mehr dabei."

Lange hat es nicht gedauert, dass ein Shitstorm kam. "Sagt mal geht's noch?", fragte Twitter-Nutzer Elmal96 nur Minuten nach dem Schock-Posting.

Indes prognostizierte Patrick Lehwald eine erschreckende Prognose für die Klimaschützer: "Macht weiter so und ihr seid schnell Geschichte."

Da viele Eltern der demonstrierenden Kinder an den Demo-Freitagen arbeiten sind, gehen gerade die Großeltern oft mit auf die Straße. Auf Twitter gibt es deshalb auch die "Grandparents For Future".

Diese können über den Tweet nur Lachen und posten deshalb, "Immerhin haben die Kids auch nach diesem Klimakatastrophen-Jahr den Humor nicht verloren".

Ernster hingegen nahm den Tweet die Grünen-Politikerin Ricarda Lang. Sie gab eine Anekdote zum Besten und mahnt, mehr Zeit mit den Großeltern zu verbringen und Liebe zu geben: "Als mein Opa vor 20 Jahren im Sterben lag, lernte ich gerade Lesen. Jeden Tag nach der Schule habe ich ihm vorgelesen. Das war eine besondere Nähe. Heute habe ich meiner Oma wahrscheinlich zum letzten Mal die Weihnachtsgeschichte vorgelesen. Drückt eure Liebsten, wenn ihr könnt."

Deutliche Worte findet auch Sawsan Chebli, die Berliner Staatssekretärin: "Bitte löscht den Tweet. Er ist nicht gut. Nichts auf der Welt ist es wert, den Großeltern so viel Verachtung entgegenzubringen."

"Fridays For Future" entschuldigen sich für Fehltritt

Es dauerte auch nicht lange, bis FFF ein Statement postete. Erst fragten die Aktivisten am Montagmittag nur, was Satire dürfe. Später am Nachmittag äußerten sie sich ausführlicher: "Wir möchten uns aufrichtig bei allen entschuldigen, die sich durch unseren satirisch gemeinten Tweet heute Morgen verletzt gefühlt haben. Auch die tolle Unterstützung unzähliger Großeltern wollen wir nicht geringschätzen."

Das Posting steht höchstwahrscheinlich in Zusammenhang mit einer Twitter-Aktion der "Fridays For Future"-Bewegung. Das Bündnis suchte nämlich am heutigen Montagmorgen nach Sätzen, die man sowohl an Weihnachten, als auch zur Klimakatastrophe sagen könnte.

Besser fasst es da ein anderer FFF-Tweet zusammen: "Dieses Jahr fliegen wir ein letztes Mal noch auf die Malediven."

Die "Fridays For Future"-Twitter-Katastrophe im Detail

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