Fies! Angler gehen mit Harpunen auf Fischjagd!

Deutlich erkennbar: Die Einstichstelle, an der der Fisch augenscheinlich am Ende verstarb.
Deutlich erkennbar: Die Einstichstelle, an der der Fisch augenscheinlich am Ende verstarb.

Von Eric Hofmann

Dresden - Brutale Schwarzangler verärgern die Dresdner Unterwasser-Szene: Taucher haben an der Kiesgrube Leuben einen bestialisch erlegten Hecht gefunden.

Schon seit längerem gehen dort kriminelle Fischer mit der Harpune auf Jagd. Eine Gefahr nicht nur für die Artenvielfalt.

„Das ist eine riesige Sauerei!“, schimpft Peter Panitz (56), Chef vom Tauchtreff Dresden. Bei einem ihrer Tauchgänge fanden die Unterwasser-Sportler einen toten Hecht - grausam verendet an einem Harpunen-Schuss.

„Dieses Jahr ist es der erste Fund“, so der Taucher. „Aber im vergangenen Jahr hatten wir bereits mehrere solche Fische gefunden.“

Taucher fischten diesen verendeten Hecht aus der Kiesgrube in Leuben.
Taucher fischten diesen verendeten Hecht aus der Kiesgrube in Leuben.

Dabei ist das nur die Spitze des Eisbergs, denn in der Regel nehmen die Harpunenjäger ihre Beute nach dem Abschuss mit.

Udo Witschas (43), Präsident vom „Anglerverband ,Elbflorenz‘ Dresden“ ist alarmiert: „Wenn da Leute baden kann das richtig gefährlich sein“, sagt er. „Aber auch so ist Harpunen-Jagd eine Straftat und strengstens verboten.“

Denn auch Fische müssen in Deutschland möglichst schmerzlos erlegt werden - mit einer Harpune absolut unmöglich.

Außerdem schadet Schwarzangeln generell der Fischvielfalt: „Alle legalen Angler müssen Fangbuch führen“, erklärt Witschas. „Damit wir ein Ungleichgewicht im Fischbestand ausgleichen können.“

Da besonders Raubfische von den Fisch-Schlächtern erlegt werden, kann es zu zu starker Vermehrung derer Beutefische führen.

Das trübt auch den Tauchern die Aussicht: „Wir halten die Augen offen“, sagt Treff-Chef Peter Panitz. „Wenn wir einen erwischen, wird der sofort angezeigt.“

Fotos: Lutz Körner


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0