Der Kampf um Finn: Frühchen darf endlich nach Hause

Florida (USA) - Seit März kämpften Chris und Jessica Hill in Florida um das Leben ihres Frühchens Finn James. Nur knapp 500 Gramm wog der Kleine bei seiner Geburt. Am 10. September durfte er endlich nach Hause.

Ein Strahlemann! Finn wurde nach nur 24 Wochen geboren.
Ein Strahlemann! Finn wurde nach nur 24 Wochen geboren.  © Screenshot/Facebook/Fighting Finn

Auf GoFundMe und in ihrer Facebook-Gruppe erzählen die Eltern des Frühchens von ihrem Kampf um das Leben ihres Sohnes.

Neun Jahre lang versuchte Jessica Hill schwanger zu werden. Es wollte einfach nicht klappen. Dann hatte das Paar eine ungewöhnliche Idee. Sie adoptierten zwei Embryos, die Jessica Mitte Dezember eingepflanzt werden konnten. Silvester dann die wundervolle Nachricht: Es hatte geklappt. Jessica war schwanger. Endlich.

Der erste Ultraschall bestätigte es. Zwei gesunde Babys wuchsen in Jessicas Bauch heran.

Doch dann folgte eine Schwangerschaft voller Schicksalsschläge.

In der neunten Schwangerschaftswoche der erste große Schock. Eines der beiden Embryonen hatte es nicht geschafft.

Auch die folgende restliche Schwangerschaft war nicht leicht. Sie entwickelte ein Blutgerinnsel, weshalb sie für den Rest der Zeit im Bett bleiben musste.

Anstrengend und vor allem: nicht ungefährlich!

Der stolze Papa Chris Hill füttert seinen Sohn Finn mit einem Fläschchen.
Der stolze Papa Chris Hill füttert seinen Sohn Finn mit einem Fläschchen.  © Screenshot/Facebook/Fighting Finn

Bei einem Kontrolltermin platze durch das Gerinnsel plötzlich Jessicas Fruchtblase. Das war am 21. März. Sie war gerade erst 24 Wochen und vier Tage schwanger. Sofort wurde sie ins Krankenhaus gebracht. Dort stellten die Ärzte fest, dass sich die Plazenta schon gelöst hatte. Per Notkaiserschnitt wurde der kleine Mensch auf die Welt geholt.

Aber das Kind lebte. Mit nur knapp 500 Gramm und 27 Zentimetern erblickte der kleine Finn das Licht der Welt. Eine lange Zeit des Bangens, um das Leben des Kindes begann. Bilder zeigen die vielen Untersuchungen und Behandlungen, die Finn über sich ergehen lassen musste. Von den vielen Schläuchen mal ganz abgesehen.

Die Behandlungen sind extrem kostenintensiv. Dies war auch der Grund, warum das Paar ihre Geschichte teilte und um finanzielle Hilfe bat. Knapp 4500 Dollar (umgerechnet 4.098,78 Euro) wurden schon gespendet. 18.000 Dollar (16.395 Euro) ist das Ziel.

Die Embryonenspende wird aufgrund der unklaren Gesetzeslage in Deutschland im Allgemeinen nicht praktiziert, so Familienplanung.de.

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