144 Streifen aus 56 Ländern: Filmfest in Hamburg gestartet

Hamburg - Mit einer Komödie aus Frankreich ist das Filmfest Hamburg am Donnerstagabend in seine 27. Runde gegangen.

Die Schauspieler Hannelore Hoger und Axel Milberg stehen auf dem Roten Teppich.
Die Schauspieler Hannelore Hoger und Axel Milberg stehen auf dem Roten Teppich.  © Georg Wendt/dpa (Bildmontage)

"Die schönste Zeit unseres Lebens" von Regisseur Nicolas Bedos eröffnete das zehntägige Festival. Der Film handelt von einem frustrierten Comiczeichner, der mithilfe einer Eventagentur noch einmal den Abend erleben darf, an dem er seine Frau kennen lernt.

Auf dem Roten Teppich vor dem Cinemaxx am Dammtor begrüßte Filmfestleiter Albert Wiederspiel neben Bedos und Hauptdarstellerin Doria Tillier auch zahlreiche prominente Filmschaffende, darunter die Schauspieler Hannelore Hoger, Axel Milberg und Burghart Klaußner.

"Frankreich, das sicherlich größte Filmland Europas, überwältigt uns jedes Jahr mit seinem Reichtum und seiner Vielfalt von Filmen", sagte Wiederspiel.

Kein Wunder also, dass Frankreich und Deutschland die zwei größten Länder im diesjährigen Programm sind. "Und kein Wunder also, dass auch der heutige Eröffnungsfilm aus Frankreich kommt."

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) betonte die Bedeutung des Filmfests: "Das Kino und die Filmschaffenden brauchen ein Festival wie dieses. Es zeigt Filme, die es oft auf dem Markt zunächst schwer haben, die aber für die Kinokunst und die gesellschaftliche Verständigung von Bedeutung sind." Außerdem sei das Festival ein wichtiger Türöffner für Newcomer.

Bis zum 5. Oktober sind rund 144 Filme aus 56 Ländern zu sehen, darunter zahlreiche Produktionen, die bei den Filmfesten in Cannes, Locarno und Venedig gezeigt wurden.

Eine Frau läuft an einem Aufsteller des Filmfests Hamburg vorbei.
Eine Frau läuft an einem Aufsteller des Filmfests Hamburg vorbei.  © Christophe Gateau/dpa

So geht etwa der Locarno-Gewinnerfilm "Vitalina Varela" von Pedro Costa ebenso an den Start wie die Jack-London-Adaption "Martin Eden", die in Venedig mit dem Preis für den besten Schauspieler (Luca Marinelli) ausgezeichnet wurde.

Die internationalen Produktionen werden in den fünf Festivalkinos sowie in acht über ganz Hamburg verteilte Kinos über die Leinwände flimmern.

Das 17. Michel Kinder und Jugend Filmfest wird am Freitag mit der schwedischen Komödie "Sune vs Sune" im Abaton-Kino eröffnet.

Im vergangenen Jahr hatte das Filmfest etwa 43.000 Besucher. Es werden insgesamt elf Preise verliehen.

Die deutsche Schauspielerin Nina Hoss erhält am 29. September bei der Deutschland-Premiere ihres Films "Pelikanblut" den renommierten Douglas-Sirk-Preis für ihr künstlerisches Schaffen (TAG24 berichtete).

Hoss ("Yella") ist nach Jodie Foster, Isabelle Huppert, Tilda Swinton und Catherine Deneuve die fünfte Schauspielerin, die mit dem undotierten Preis geehrt wird.

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