Vergewaltigung einer Frau: Es sind Bilder, die unter die Haut gehen

München - Es sind Bilder, die unter die Haut gehen: Der Film "Alles ist gut" über die Vergewaltigung einer jungen Frau ist auf dem Filmfest München gleich zweimal mit dem Förderpreis Neues Deutsches Kino ausgezeichnet worden.

Auf dem Filmfest München wurde "Alles ist gut" gleich zweifach ausgezeichnet.
Auf dem Filmfest München wurde "Alles ist gut" gleich zweifach ausgezeichnet.  © DPA

Eva Trobisch wurde für die beste Regie gewürdigt, Hauptdarstellerin Aenne Schwarz siegte in der Kategorie Schauspiel.

In dem Drama wird Janne zum Sex gezwungen. Zur Verantwortung ziehen will sie den Täter nicht. Sie schweigt lieber, doch dies kostet sehr viel Kraft.

Direkt und ohne einen Hauch von Selbstmitleid führe der Film diese stille Frau aus der Verzweiflung heraus in eine Rebellion, urteilten die Juroren am Freitagabend in München bei der Preisverleihung.

Beste Nachwuchsproduzentin wurde Anna de Paoli mit ihrer Psychostudie "A Young Man with High Potential". Damian John Harper bekam den Drehbuchpreis für das Drama "In the Middle of the River", das im US-Bundesstaat New Mexico spielt.

Den Förderpreis für den Nachwuchs gibt es in vier Kategorien: Regie (30.000 Euro), Produktion (20.000) sowie Drehbuch und Schauspiel (je 10.000).

Im Wettbewerb sind Filme aus der Filmfest-Reihe Neues Deutsches Kino. Preisstifter sind die Bavaria Film, der Bayerische Rundfunk und die DZ Bank.

Auch am letzten Festivaltag am Samstag werden noch Preise vergeben, darunter der mit 50.000 Euro dotierte Arri/Osram Award an den besten ausländischen Film im Wettbewerb CineMasters und der Cinevision Award (15.000 Euro) für den internationalen Filmnachwuchs. Abschlussfilm ist Andrew Niccols Science-Fiction-Thriller "Anon" mit Clive Owen und Amanda Seyfried.