Ohne diese Helfer wären die Filmnächte undenkbar!

Friedericke Cierpinski (21).
Friedericke Cierpinski (21).  © Eric Münch

Dresden - Was wäre der Kinosommer am Elbufer ohne die Macher hinter den Kulissen. Während am Sonntag zur Eröffnung „Willkommen bei den Hartmanns“ über die Leinwand flimmerte, sorgten Techniker, Bühnenbauer, Getränkelogistiker und knapp hundert Servicekräfte für einen reibungslosen Ablauf. Meist sind es Studenten, die noch bis 27. August vor der Silhouette der Dresdner Altstadt die Autos einweisen, Tickets verkaufen oder Bier ausschenken. Wir stellen Ihnen fünf vor.

Die Allzweck-Waffe

Friedericke Cierpinski (21), Servicekraft: Ob Gerstensaft auf dem Bierwagen zapfen oder die Stühle nach einem Regenguss trocken wischen, die Aufgaben im Gastronomie-Trupp sind ganz verschieden. Knapp hundert Mitarbeiter der Pan GmbH stellen allabendlich den reibungslosen Ablauf der Filmnächte sicher. „Nach dem Dienst gehen wir im Team oft noch was trinken.“ Immerhin, das Geld stimmt. „Wir bekommen mehr als Mindestlohn.“ Das Kinoerlebnis gibt‘s gratis obendrauf. „Auf ‚La La Land‘ freue ich mich schon ganz besonders.“

Jupp Carda (29).
Jupp Carda (29).  © Eric Münch

Der Durst-Löscher

Jupp Carda (29), Getränke-Logistiker: Im richtigen Leben kämpft der Physik-Student an der Uni Chemnitz mit der Relativitätstheorie. Bei den Filmnächten schleppt er für die Radebeuler Firma Events-Promotion-Messebau Cola-Kästen und 50-Liter-Bierfässer. An guten Tagen läuft er 20 Kilometer, pendelt mit der Sackkarre zwischen Getränkelager und Bars hin und her. Wenn die Sonne richtig knallt, trinken die Leute dreimal so viel. „Nach dem Film ‚Fuck you Goethe‘ hatte ich Muskelkater“, erinnert er sich.

Susann Müller (20).
Susann Müller (20).  © Eric Münch

Die süße Abkühlung

Susann Müller (20), Eisverkäuferin: Das Kostüm mit gestreifter Bluse, bonbonfarbener Falbel-Schürze und Käppi ist perfekt auf den Verkaufswagen abgestimmt. Den alten Hänger aus den 1960er-Jahren baute Chef Christoph Neumann von der Glaser & Neumann GbR in Handarbeit aus. Passend, denn das Neumann-Eis gibt’s in Dresden seit 1966. Neben Schoko und Vanille kamen seitdem viele neue Eissorten dazu. „Erdnussbutter ist jetzt der Renner.“ Mango-Basilikum, Buttermilch-Himbeer und Pampelmuse-Minze werden aber auch gern geschleckt.

René Teichmann (26).
René Teichmann (26).  © Eric Münch

Der Aufbauer

René Teichmann (26), Bühnenarbeiter: Vor fünf Jahren packte den studierten Psychologen die Liebe zum Rock‘n‘Roll. Seitdem tingelt er hauptberuflich für die Japo Konzert und Veranstaltungs GmbH über Konzerte und Festivals. Als Bühnenarbeiter hilft der Seiteneinsteiger den Technikern beim Auf- und Abbau der Technik oder kümmert sich als Stapelfahrer um die Logistik. Die Arbeit bei den Filmnächten ist für ihn wie nach Hause kommen: „Familiäres Verhältnis, flache Hierarchien, an der Elbe herrscht ein gutes Arbeitsklima, alle Gewerke gehen Hand in Hand“, lobt er.

Matthias Pfitzner (50,re.) und Johannes Vittinghoff (63).
Matthias Pfitzner (50,re.) und Johannes Vittinghoff (63).  © Eric Münch

Der mit dem Überblick

Matthias Pfitzner (50), Geschäftsführer Pan GmbH: Kinosommer-Chef Pfitzner schaut optimistisch in diese Saison. Bis 27. August rechnet der Veranstalter mit 200000 Besuchern, vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. 60 Kinofilme, zwölf Konzerte und dreimal Comedy stehen auf dem Plan. Ein Publikumsliebling hat sich schon herauskristallisiert. Für die Premiere „Sie nannten ihn Spencer“ (23. Juli) und den Klassiker „Vier Fäuste für ein Hallelujah“ wurden bereits mehr als 400 Karten verkauft.

„An die Filmrechte des alten Schinkens von 1971 ranzukommen, war gar nicht so einfach“, erzählt er. Die Verhandlungen mit der Anwaltskanzlei in Rom waren aber letztlich erfolgreich.


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