Nach anonymen Anzeigen: Sachsens Steuerfahnder machen Kasse

"Steuerfahndung, wir hätten ein paar Fragen!"
"Steuerfahndung, wir hätten ein paar Fragen!"  © DPA

Dresden - Das ist gut für den Fiskus, das ist gut für uns alle: Sachsens Steuerfahnder haben 2016 fast 52 Millionen Euro hinterzogene Steuern aufgespürt.

Ein Jahr zuvor waren es noch 58,6 Millionen. Aber solche Schwankungen seien nicht ungewöhnlich, weil ein einzelner großer Fall die Statistik beeinflussen kann, hieß es aus dem Finanzministerium.

Ein Großteil der Betrügereien entfiel 2016 einmal mehr auf die Umsatzsteuer. Konkret war es über die Hälfte der Summe (28,7 Millionen Euro). Verdacht schöpfen die Ermittler bei der Umsatzsteuer übrigens meist dann, wenn die Einnahmen nicht zum Lebenswandel des Chefs passen oder ein Missverhältnis zwischen Wareneinsatz und Umsatz besteht. Auf Platz zwei bei der Unterschlagung folgt die Einkommensteuer mit neun Millionen Euro.

Insgesamt musste sich die Steuerfahndung im vergangenen Jahr mit 3810 Fällen befassen, 854 stammten aus anonymen Anzeigen, 581 Fälle meldeten Staatsanwaltschaften und Polizei.

Ergebnis: 79,3 Jahre rechtskräftige Haftstrafen und eine Million Euro an festgesetzten Geldstrafen und -auflagen.


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