Hertha BSC trauert nach feuriger Derby-Pleite: "Es hat das Herz gefehlt!"

Berlin - Derby-Trost! Hertha BSC darf schon sehr bald mit weiteren voraussichtlich 100 Millionen Euro von Investor Lars Windhorst rechnen. Trotzdem überschattet die Derby-Niederlage gegen den 1. FC Union die blau-weiße Gefühlslage.

Trost für Boyata: Sein Foul an Christian Gentner sorgte für den entscheidenden Elfer.
Trost für Boyata: Sein Foul an Christian Gentner sorgte für den entscheidenden Elfer.  © dpa/Andreas Gora

Als Niklas Stark vor das Mikrofon der Kollegen der Sportschau trat, stand ihm sein Gemütszustand ins Gesicht geschrieben.

"So ein Spiel muss 0:0 ausgehen", bewertete Herthas Abwehrchef und spielte damit auf das ausgeglichene Chancenverhältnis an.

Anderer Meinung war Union-Trainer Urs Fischer: "Am Schluss waren wir auch ein bisschen glücklich mit dem Elfmeter, aber wir haben über 90 Minuten sehr viel aufgewendet, um als Sieger vom Platz zu gehen. Deshalb ist es für mich insgesamt ein hochverdienter Sieg."

Hertha tat einfach zu wenig für das Spiel. Nichts war zu sehen von Königstransfer Dodi Lukebakio, Shooting-Star Javairo Dilrosun und auch Führungsspieler Vedad Ibisevic blieben erstaunlich blass.

Letztlich wurde die Partie durch einen fragwürdigen Elfer entschieden, der von Sebastian Polter erfolgreich verwandelt wurde.

Schon nach Abpfiff stellte Stark fest: "Es hat das Herz gefehlt." Mit dieser Aussage traf er den Nerv der Fan-Gemeinde, die per Social Media den leblosen Auftritt der Mannschaft kritisierte. Neben der Leistung sorgte auch der Anhang im Gästeblock für Empörung. Stark bewertete kurz und knapp: "Da fehlen mir die Worte."

Hertha-Trainer Ante Covic fand zwar Worte für den Pyro-Wahnsinn, zeigte jedoch klare Kante im Sky-Interview: "Ich verstehe die Emotionen, aber das geht über die Grenzen hinaus. Das Ganze muss sportlich bleiben." Egal ob auf dem Rasen oder den Rängen, der Derby-Abend ging für die Alte Dame ordentlich in die Hose.

Trotz der großen Trauer blickte Innenverteidiger Stark in die Zukunft: "Es gibt noch ein Spiel bei uns daheim und da haben wir die Chance auf Revanche." Um die sportliche Entwicklung weiter zu fördern, kann Hertha im Winter nochmals großspurig auf dem Transfermarkt zu schlagen, denn wie übereinstimmende Medien berichten, darf sich der Hauptstadtclub auf frisches Geld freuen.

Finanzieller Derby-Trost: Hertha-Investor Windhorst überweist "zeitnah" nächstes Millionen-Paket

Lars Windhorst will die Hertha zu einem der "Big Player" machen.
Lars Windhorst will die Hertha zu einem der "Big Player" machen.

Die zweite Tranche nach den ersten 125 Millionen Euro, mit denen der Geldgeber über seine Beteiligungsgesellschaft Tennor 37,5 Prozent am Hauptstadtclub erworben hatte, solle am kommenden Freitag fließen, berichtete die "Bild"-Zeitung (Samstag).

Ein Tennor-Sprecher teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass dies "sehr zeitnah" geschehen werde.

Maximal kann Tennor 49,9 Prozent an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA, der Profi-Abteilung des Vereins, besitzen. Bereits zuletzt hatte Herthas Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller nicht ausgeschlossen, dass bereits dieses Jahres die weiteren Einnahmen fließen werden.

Mit der ersten Tranche hatte der Club auch Verbindlichkeiten aus dem Rückkauf der Anteile des früheren Investors abgelöst.

"Ein Gutteil des Geldes, das netto übrig geblieben ist, soll in den nächsten Jahren weiter in die Mannschaft fließen", sagte Schiller vor sechs Wochen. "Dazu kommen andere Investitionsfelder. Felder wie Digitalisierung und Internationalisierung, auch Markenaufbau. So würden wir auch mit einer möglichen zweiten Tranche umgehen."

Letztlich wurde die Partie durch einen fragwürdigen Elfer entschieden, der von Sebastian Polter erfolgreich verwandelt wurde.

Schon nach Abpfiff stellte Stark fest: "Es hat das Herz gefehlt." Mit dieser Aussage traf er den Nerv der Fan-Gemeinde, die in Social Media den leblosen Auftritt der Mannschaft kritisierte. Neben der Leistung sorgte auch der Anhang im Gästeblock für Empörung. Stark bewertete kurz und knapp: "Da fehlen mir die Worte."

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