Darum boykottiert Fußball-Nationalspieler Trainingslager in Katar!

Katar - Er will nicht! Riku Riski (29) reist nicht mit der finnischen Nationalmannschaft ins Trainingslager nach Katar - aus ethischen Gründen!

Riku Riski (r.) verweigert die Teilnahme am Trainingslager der finnischen Nationalmannschaft in Katar.
Riku Riski (r.) verweigert die Teilnahme am Trainingslager der finnischen Nationalmannschaft in Katar.  © DPA

Der 26-fache Nationalspieler könne eine Reise in das Land, das die Weltmeisterschaft 2022 ausrichtet, nicht mit seinen Werten vereinbaren, heißt es laut der finnischen Zeitung "Helsingin Sanomat".

Dort betonte der offensive Flügelspieler: "Ich habe meine Entscheidung getroffen und werde dazu stehen."

Denn Katar werden seit Jahren mitunter schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. So sollen laut eines Berichts von Amnesty International hunderte Arbeitsmigranten wegen Hitze und unwürdigen Zuständen beim Bau der WM-Stadien gestorben sein. Und viele Todesopfer wurden offiziell noch nicht einmal erfasst...

Riski weiß auch, dass diese Absage Konsequenzen für ihn haben könnte. Schließlich ist dieses Trainingslager für finnische Spieler, die in den skandinavischen Ligen spielen, eine große Chance, sich dauerhaft für die Nationalmannschaft zu empfehlen.

Das ist möglich, weil sowohl in Norwegen, als auch in Finnland und Schweden die Saison bereits beendet ist und aufgrund der Witterungsbedingungen erst in ein paar Monaten wieder startet.

Bislang hat der 29-jährige Riku Riski 26 Länderspiele (vier Tore) für Finnland absolviert.
Bislang hat der 29-jährige Riku Riski 26 Länderspiele (vier Tore) für Finnland absolviert.  © DPA

Gerade aus diesen Ländern wurden einige Spieler nominiert, die sonst ein wenig hintendran sind - wie eben Riski, der zuletzt am 7. Juni 2017 beim schwachen 1:1 gegen Liechtenstein für die Nationalelf Finnlands im Einsatz war.

Aktuell spielt er beim finnischen Meister HJK Helsinki, war aber zuvor auch schon in Norwegen bei Rosenborg Trondheim, Odds BK Skien und Hönefoss BK, in Schweden bei IFK Göteborg und Örebro SK, in Schottland (Dundee United) und Polen (Widzew Lodz) aktiv, wo er von seinem Jugendclub Turun Palloseura hinwechselte.

Seine moralische Entscheidung könnte für ihn nun das sportliche Aus im finnischen Nationalteam bedeuten, auch wenn Trainer Markku Kanerva (54) das Stand jetzt bestreitet, wie in einem Interview des finnischen Fußballverbands Suomen Palloliitto nachzulesen ist.

Dort betonte er, dass die Teilnahme am Trainingslager selbstverständlich freiwillig sei - aber zugleich auch sehr wichtig. Denn hier wird der Grundstein für die im März beginnende WM-Qualifikation gelegt.

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